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Göttinger Fachverband: Deutschkurse für ausländische Betreuungskräfte

EU-Projekt Göttinger Fachverband: Deutschkurse für ausländische Betreuungskräfte

Die Menschen in Deutschland werden im Durchschnitt immer älter. Viele brauchen bei den alltäglichen Dingen Hilfe. In der Bundesrepublik gibt es allerdings nicht genügend Pflegepersonal. So wird Personal aus dem Ausland benötigt. Problematisch ist in den Pflegesituationen oft die Sprache. Ein neues Projekt der Europäischern Union, bei dem der Göttinger Verein Fachverband Deutsch als Fremdsprache (FaDaF) beteiligt ist, soll helfen.

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Pflegekraft im Einsatz: Zahl der ausländischen Beschäftigten steigt.

Quelle: dpa

Göttingen. Betreuungs- und Pflegekräfte aus dem Ausland sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Aber  ohne gute Deutschkenntnisse kommen die Pflegenden nicht leicht mit den Aufgaben und Ansprüchen der Patienten zurecht. Und auch die betreuten Personen sind durch mangelnde Sprachkenntnisse des Personals eher unzufrieden.

A. Middeke

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800 Mitglieder

Der Verein FaDaF, der seinen Sitz an der Universität Göttingen hat, ist mit rund 800 persönlichen und institutionellen Mitgliedern die Vertretung von Lehre und Forschung im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Deutschland. Die Geschäftsführerin Dr. Annegret Middeke erklärt das EU-Projekt: „Die besondere Herausforderung ist, dass Betreuungskräfte oft durch einen 24-Stunden-Schichtdienst beziehungsweise den Wechsel zwischen dem Wohnort im Ausland und einer Wochenschicht in Deutschland keinem klassischen Unterricht mit festen Zeiten folgen können.“

In dem von der EU geförderten Projekt werden deshalb Materialien zum Selbstlernen in Form von Mappen zum Dokumentieren, Nachschlagen und Üben typischer Situationen in der häuslichen Pflege auf Deutsch, entwickelt. Später sollen die Materialien im Internet heruntergeladen werden können.

In Startphase

Das Projekt befindet sich noch in der Startphase. Damit die Materialien möglichst genau die sprachlichen und interkulturellen Defizite beheben, die im Alltag die Kommunikation zwischen Betreuungskraft und betreuter Person behindern, erfolgt in der ersten Projektphase eine Feldrecherche. Dabei werden Vermittlungsorganisationen, Betreuungskräfte, betreute Personen und deren Angehörige interviewt. Aus allen vier Gruppen werden noch Personen gesucht, die sich für ein Interview zum Thema zur Verfügung stellen.

Anmeldungen für die Studie werden unter Telefon 0551 / 39-4792 oder per Mail an buero@fadaf.de

Von Friedrich Schmidt

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