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Göttinger Forscher: Angeblich ältestes Insekt der Welt könnte Krebs sein

Fossil aus Belgien Göttinger Forscher: Angeblich ältestes Insekt der Welt könnte Krebs sein

Das angeblich älteste komplett erhaltene geflügelte Insekt der Welt ist gar kein Insekt. Das hat ein internationales Forscherteam unter der Führung der Universität Göttingen herausgefunden. Das rund 360 Millionen Jahre alte Fossil war in Belgien gefunden und eine erste Analyse im August 2012 veröffentlicht worden.

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Fossil aus Belgien: Was ist das?

Quelle: EF

Göttingen. Die ursprünglichen Beschreiber des Fossils hatten es als noch ungeflügelte Larve eines im Erwachsenenstadium geflügelten Tieres beschrieben. Aus Sicht der Göttinger Wissenschaftler könnte es sich eher um einen während seines Zerfallsprozesses fossilisierten Kleinkrebs handeln. Die Nachuntersuchungen von Prof. Rainer Willmann, Leiter der Abteilung Morphologie, Systematik und Evolutionsbiologie, und seinen Kollegen Dr. Thomas Hörnschemeyer und Dr. Sven Bradler waren aufwändig: Mit hoch auflösender Kameratechnik machten sie hunderte Aufnahmen von dem acht Millimeter großen Fossil. Diese wurden rechnerisch zusammengesetzt und analysiert, ergänzt durch exakte Zeichnungen auf der Grundlage von Stereomikroskop-Untersuchungen.

Von besonderem Interesse

„Die Erkenntnis, dass es sich bei dem Fossil nicht um ein Insekt handeln könnte, ist von besonderem Interesse“, so Willmann. „Die frühe Evolution dieser Tiergruppe ist so gut wie unbekannt. Außerdem sind Insekten von herausragender Bedeutung, weil sie von allen Tiergruppen die meisten Arten umfassen und seit ihrem ersten Auftreten eine wichtige ökologische Rolle einnehmen.“

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