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Proteinproduktion und Spleißosom

Forschungsförderung Proteinproduktion und Spleißosom

Der Strukturbiologe Vlad Pena vom Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie ist einer von 28 Wissenschaftlern aus elf verschiedenen Ländern, die von der Europäischen Organisation für Molekularbiologie (EMBO) in diesem Jahr zum EMBO Young Investigator ernannt wurden.

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Forscht am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie: Vlad Pena.

Quelle: r

Göttingen. Der Strukturbiologe Vlad Pena vom Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie ist einer von 28 Wissenschaftlern aus elf verschiedenen Ländern, die von der Europäischen Organisation für Molekularbiologie (EMBO) in diesem Jahr zum EMBO Young Investigator ernannt wurden. Die Organisation würdigt damit die besonderen Errungenschaften der Preisträger und das wissenschaftliche Potenzial ihrer jeweiligen Forschung.

Die ausgezeichneten Wissenschaftler erhalten 15 000 Euro pro Jahr über einen Zeitraum von drei Jahren für ihre Arbeit und mögliche zusätzliche Mittel, um ein eigenes Labor zu gründen. „Ich freue mich außerordentlich über diese Anerkennung für die Arbeit unseres Teams“, sagt Dr. Pena. Mit seiner Gruppe erforscht er die Funktionsweise des Spleißosoms – ein großer Enzymkomplex aus Proteinen und Ribonukleinsäuren (RNA), der eine wichtige Rolle in der Proteinproduktion in Zellen aller höheren Organismen spielt. Dabei interessiert ihn besonders, wie die Zelle das Spleißosom reguliert und wie Fehler in diesem Prozess Krankheiten verursachen können. Um die molekularen Details dieser Nanomaschine aufzuklären, setzt Penas Team neben biochemischen Methoden die Röntgenstrukturanalyse und zunehmend auch die Elektronenmikroskopie ein.

DNA-Enzyme als Werkzeuge

Neben dem Spleißosom stehen DNA-Enzyme im Fokus der Forschung des Preisträgers. Die Desoxyribonukleinsäure (DNA) ist vor allem als Speicher für unsere Erbinformation bekannt. Doch damit ist das Repertoire der DNA-Moleküle längst nicht erschöpft: Im Reagenzglas können manche von ihnen, genau wie Enzmye, chemische Reaktionen katalysieren. In Kooperation mit Claudia Höbartner, Professorin an der Universität Göttingen und ehemalige Forschungsgruppenleiterin am MPI für biophysikalische Chemie, war es Pena gelungen, die erste räumliche Struktur eines DNA-Enzyms zu ermitteln. Die Forscher konnten darüber hinaus wichtige Einblicke in dessen Funktionsweise erhalten. Dieses Wissen könnte zukünftig genutzt werden, um DNA-Enzyme als Werkzeuge für die Wissenschaft herzustellen.

Pena studierte von 1995 bis 2000 Biochemie an der Universität Bukarest (Rumänien), wo er bis 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Danach arbeitete er am European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg und promovierte dort im Jahr 2005. Ein Jahr später wechselte er als Postdoktorand an das MPI für biophysikalische Chemie, wo er 2009 eine Projektgruppe innerhalb der Abteilung Zelluläre Biochemie etablierte. Seit 2014 führt er diese als unabhängige Forschungsgruppe für Makromolekulare Kristallografie weiter.

Von Angela Brünjes

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