Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° Gewitter

Navigation:
Göttinger Genomforscher untersuchen Roseobacter-Gruppe

Meeresbakterien Göttinger Genomforscher untersuchen Roseobacter-Gruppe

Wie passen sich Meeresbakterien der Roseobacter-Gruppe ihren verschiedenen Lebensräumen an, wie hat sich die Bakterien-Gruppe evolutionär entwickelt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines neuen Transregio-Sonderforschungsbereichs (SFB), der in den kommenden vier Jahren mit 8,2 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. Beteiligt sind daran auch Forscher vom Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen.

Voriger Artikel
Vorsichtsmaßnahmen fürs winterliche Freizeitvergnügen
Nächster Artikel
Europäisches Online-Portal für Wissenschaft

Forschungsobjekt Nordsee (Küste von Langeoog): Proben für die Bakterienerkundung.

Quelle: dpa

Die Roseobacter-Bakterien zeichnen sich durch einen ungewöhnlich vielseitigen Stoffwechsel aus, der auch für biotechnologische Anwendungen interessante Substanzen liefert. Ziel der Forschung ist es zu verstehen, wie sich Bakterien der Gruppe evolutionär entwickelt und an ihre verschiedenen Lebensräume angepasst haben. Göttinger Biologen der Abteilung Genomische und Angewandte Mikrobiologie beteiligen sich mit einem Teilprojekt an dem neuen SFB an der Universität Oldenburg.

Im Göttinger Teilprojekt unter der Leitung von Dr. Rolf Daniel werden die Wissenschaftler Stoffwechselprofile von repräsentativen Proben aus der Nordsee, dem Südpolarmeer und von Biofilmen untersuchen, um Schlüsselfaktoren für den dauerhaften Bestand der Roseobacter-Gruppe an verschiedenen Standorten zu identifizieren. Außerdem wollen sie komplexe Genbibliotheken, sogenannte Metagenombanken, anlegen und erforschen, welche Rolle bestimmte Gene zum Beispiel im Energiestoffwechsel und in der Sekundärstoffsynthese spielen. „Die Forschung erweitert unsere Kenntnisse über die in marinen Standorten erfolgreiche Roseobacter-Gruppe. Sie soll zudem den gezielten Einsatz von Substanzen aus Bakterien dieser Gruppe gegen den biologischen Bewuchs von Oberflächen und für die Produktion von biologischen Wirkstoffen für medizinische Anwendungen ermöglichen“, so Privatdozent Daniel.

Der SFB „Ökologie, Physiologie und Molekularbiologie der Roseobacter-Gruppe: Aufbruch zu einem systembiologischen Verständnis einer global wichtigen Gruppe mariner Bakterien“ ist auf zwölf Jahre angelegt. An dem Großprojekt beteiligt sind auch die TU Braunschweig, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und die Deutsche Sammlung für Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig. Das Forschungsvorhaben setzt ein von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Projekt fort, das das Erbgut von acht Bakterien aus der Roseobacter-Gruppe analysiert wird.

jes/pug

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus