Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Göttinger Uni-Physiker erforschen UV-Lichtquellen

Neue Erkenntnisse Göttinger Uni-Physiker erforschen UV-Lichtquellen

Physiker der Universitäten Göttingen und Leipzig haben neue Erkenntnisse zur Erzeugung extrem kurzwelliger UV-Strahlung an Nanostrukturen gewonnen. Sie haben einen wichtigen Beitrag in der Erforschung mikroskopischer UV-Lichtquellen geleistet, teilte die Universität Göttingen mit.

Voriger Artikel
Vortrag an der Uni Göttingen: Wem gehört Kultur?
Nächster Artikel
Medizin und Zahnmedizin: 31 Studenten erklagen Studienplätze

Gold-Nanoantennen: Die Antennenpaare sind etwa 500 Nanometer breit, was etwa dem Hundertstel einer menschlichen Haaresbreite entspricht. Die Erzeugung der UV-Strahlung in den Zwischenräumen der Nanostrukturen ist schematisch angedeutet.

Quelle: EF

Göttingen/Leipzig. Das Forscherteam um Prof. Claus Ropers vom Institut für Materialphysik der Universität Göttingen und Prof. Bernd Abel von der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig nutzte hierfür besondere Nanostrukturen, in denen Laserlicht in einem Punkt konzentriert wird und hierbei Edelgasatome ionisiert. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „ Nature Physics“ erschienen.

Gasatom wie Fingerabdruck

Entgegen früherer Theorien beobachteten die Wissenschaftler, dass die angeregten Ionen hierbei nicht im Takt schwingen und gerichtete Strahlung aussenden. Stattdessen ähnelt die Quelle vielmehr einer winzigen, hellen Leuchtstoffröhre. „Die Strukturen sind schlicht zu klein, als dass das Lichtfeld einen einheitlichen Rhythmus ausbilden könnte“, erläutert der Göttinger Doktorand Murat Sivis, Erstautor der Studie. Das von der laserbetriebenen Nano-Lichtquelle ausgesandte ultraviolette Licht bietet dabei unerwartete Einsichten: „Das Spektrum der Gasatome ist wie ein Fingerabdruck, der uns die Lichtintensität innerhalb der Nanostruktur verrät“, erklärt Ropers. „Mit den Atomen als Nano-Lichtmesser können wir nun viel besser verstehen, was mikroskopisch genau passiert und warum bestimmte Strahlungsvorgänge in diesen Nanostrukturen stattfinden, andere aber wiederum nicht“, so Sivis.

Neue Möglichkeiten

Die Ergebnisse bieten neue Möglichkeiten bei der Nutzung nanoskaliger Lichtquellen für kürzeste Wellenlängen, zum Beispiel in der hochauflösenden Mikroskopie und Halbleiter-Lithographie. Unter anderem könnte die Verwendung kompakter UV-Lichtquellen zukünftig optische Untersuchungen ermöglichen, die bisher nur unter großem experimentellem Aufwand – häufig an Großforschungseinrichtungen – möglich sind.

pug

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Lotus-Effekt
Lotus-Effekt: Dünne Schicht aus Luft füllt die mikroskopische Rauigkeit der Oberfläche aus.

Flüssigkeitsfilme und -tröpfchen, die eine raue Oberfläche überziehen, sind ein Alltagsphänomen: Allmorgendlich verwandeln etwa Tautropfen Blätter und Gräser in magische Schönheiten, während ein Film aus Regenwasser auf dem Straßenasphalt (spätestens wenn er gefriert) jedem Autofahrer gefährlich werden kann.

  • Kommentare
mehr

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus