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HAWK-Preis für Ralf Schwager

Alte Mensa Göttingen HAWK-Preis für Ralf Schwager

Der Holzmindener Ralf Schwager hat am Mittwoch in der Göttinger Alten Mensa den HAWK-Preis für besonderes Engagement an der Hochschule verliehen bekommen. Holzminden ist neben Hildesheim und Göttingen einer von drei Standorten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK).

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Der designierte HAWK-Präsident Marc Hudy (links) gratuliert Ralf Schwager zum HAWK-Preis.

Quelle: r

Göttingen. Schwager hat 2005 die Bürgerinitiative „Pro Hochschule“ zur Rettung des Standortes in Holzminden gegründet. Zur Entwicklung der Hochschule und zu Schwagers Erfolgen sagten zwei Vertreter aus der Politik ein paar Worte. „Eine moderne Hochschule muss international ausgerichtet, aber auch regional verankert sein“, betonte der gerade zum Vizepräsidenten im Bundestag gewählte Göttinger Politiker Thomas Oppermann (SPD). Gerade für letzteres stehen Menschen wie Schwager, so Oppermann.

„In solchen schwierigen Situationen war Schwager immer da“

Er habe einen Anruf von Schwager bekommen, erzählte wiederum das langjährige Landtagsmitglied Uwe Schünemann (CDU), der ihn dazu aufgefordert habe, nicht auf seine Stärken, sondern auf seine Schwächen bei seiner Rede in Göttingen einzugehen. Daran hielt sich der Politiker nicht: Vor etwa zehn Jahren sei die Schließung des HAWK-Standortes in Holzminden im Gespräch gewesen. „In solchen schwierigen Situationen war Schwager immer da“, sagte Schünemann. Konkret: Der 75-Jährige habe damals eine Bürgerinitiative gegründet und damit eine Erfolgsgeschichte zur Rettung des Standortes eingeleitet.

Dann durfte Schwager, Inhaber der Kaufhaus-Filialen Schwager – eine davon in Holzminden –, selbst zu Wort kommen. „Wie soll man sich nach einer Preisverleihung schon fühlen? Ausgezeichnet“, leitete er seine Rede mit einem Zitat des Kabarettisten Dieter Hildebrandt ein. Es folgte eine erfrischend direkte Zusammenfassung, was er in Holzminden getan habe – und was noch passieren müsse. Trotz des gelungenen Standortverbleibs habe die Bürgerinitiative noch ihre Berechtigung. „Die Innenstadt fängt an auszubluten“, sagte er – und Studenten entschieden sich für ein Studium eben auch nach dem Ort. „Wir brauchen hochwertigen bezahlbaren Wohnraum“, sagte er – eine Forderung, die sich auch auf den Standort Göttingen übertragen lässt.

Ein Deutschland-Stipendium als „Gastgeschenk“

Die Studenten müssten stärker in das städtische Leben eingebunden werden, so Schwager. „Politik und Verwaltung werden das nicht schaffen, das ist eine Aufgabe der Bürgerinitiative“, sagte der Preisträger selbstbewusst. Als „Gastgeschenk“ für die Preisverleihung finanziere er ein Deutschland-Stipendium für einen Holzmindener Studenten. Insgesamt 95 Deutschland-Stipendien für HAWK-Studenten in Hildesheim, Holzminden und Göttingen wurden an diesem Abend ebenfalls vergeben.

Von Hannah Scheiwe

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