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Heliumballon trägt Sonnenteleskop

Mission „Sunrise“ Heliumballon trägt Sonnenteleskop

Das größte mobile Sonnenteleskop ist per Heliumballon unterwegs. Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau haben das Teleskop gebaut und die Mission „Sunrise“ im nordschwedischen Kiruna erfolgreich gestartet.

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Vorbereitung: Helium füllt den Ballon.

Quelle: Solanki/MPS

Die Reiseroute führt über das Polarmeer bis nach Nordkanada. Während der fünf Tage geplanten Fahrt am Heliumballon soll das Teleskop ununterbrochen auf die Sonne gerichtet sein. Keine Finsternis wird die Mission bis zum 12. Juni verdunkeln, weil in diesen Breiten die Sonne im Sommer nicht untergeht. 

Am Montagmorgen ist der Ballon abgehoben mit der mehr als zwei Tonnen schweren Gondel, in der das Teleskop platziert ist: 2500 Kubikmeter Helium sind nötig, um die Schwerlast zu heben. In der endgültigen Flughöhe von 37 Kilometern dehnt sich das Helium auf gut eine Million Kubikmeter aus – der größte jemals in Europa gestartete Höhenballon erreicht dann einen Durchmesser von 130 Metern. Und mit 91 Metern erreicht der Ballon die Höhe der Dresdner Frauenkirche . 

Die Konstruktion ermöglicht Beobachtungen der Sonne, die am Boden nicht möglich wären, das die Ozon-Schicht und der Wasserdampf in der unteren Atmosphäre das UV-Licht größtenteils absorbieren. 

„Wir erwarten deshalb, dass Sunrise die fein strukturierte Oberfläche der Sonne und die Verteilung der Magnetfelder mit einer Auflösung von bis zu 35 Kilometern sichtbar machen wird“, erklärt Prof. Sami K. Solanki, Geschäftsführender Direktor des MPS und Leiter der Sunrise-Mission. Das ist so, als könnte man aus Hannover eine Euro-Münze im etwa 100 Kilometer entfernten Katlenburg-Lindau erkennen. 

Phänomene erforschen

Die Wissenschaftler erhoffen sich, so besonders die feinen Strukturen des Magnetfeldes untersuchen zu können. Diese Strukturen sind für viele Phänomene auf der Sonne verantwortlich wie etwa Sonnenflecken und Sonnenwind, die bisher noch nicht vollständig verstanden sind. Technologisches Ziel der Mission, die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert wird, ist die Erprobung neuer Beobachtungsinstrumente für künftige Weltraummissionen. 

Von Angela Brünjes

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