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„Henkel“ in Äquatornähe

Weltraumforschung „Henkel“ in Äquatornähe

Die historische Sternwarte der Universität Göttingen ist stimmungsvolle Kulisse für eine neue Vortragsreihe zum Jahr der Astronomie: „Aus Göttingen ins Weltall – Weltraumforschung in Südniedersachsen“.

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Abwurf von Orbiter „Cassini“ (links): Die Sonde „Huygens“ nimmt Kurs auf den Saturnmond Titan (Animationsbild 2004).

Quelle: afp

In seinem Vortrag „Die ungleichen Geschwister der Erde – Planetenforschung heute“ hat Prof. Ulrich Christensen vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau einen anschaulichen Streifzug durch unser Sonnensystem unternommen. Unser Verständnis des heutigen Sonnensystems „haben wir einem Quantensprung in der Beobachtung“ zu verdanken, erklärte Christensen und hielt seinen Zuhörern vor Augen, dass sich unser recht detailliertes Verständnis für unsere kosmischen Nachbarn kohärent mit dem Fortschreiten der Teleskoptechnik entwickelte. 

Viele Jahrtausende war Saturn für die Menschheit nicht mehr als ein „Wandelstern“ . Vor genau 400 Jahren bemerkte der Italiener Galileo Galilei zwei „Henkel“ in Äquatornähe des Planeten, als er als erster Mensch ein Teleskop auf den Gasriesen richtete. Wiederum rund 50 Jahre später konnte der niederländische Astronom Christiaan Huygens das Ringsystem des Saturn deklarieren.

Auch vor wenigen Jahren ermöglichte „Huygens“ neue bahnbrechende Erkenntnisse, diesmal allerdings in Form einer Sonde, die auf dem Saturnmond Titan landete und wichtige Daten und Bilder über seine Atmosphäre lieferte. Dies gelang nicht zuletzt dank eines im optischen Spektralbereich arbeitenden Chips, der im MPS entwickelt wurde. 

Permafrost auf dem Mars

Auch auf unserem Nachbarplaneten Mars sorgte Technologie aus Niedersachsen für beeindruckende Ergebnisse. Die ebenfalls am MPS gebaute „Robotic Arm Camera“ der Marssonde Phoenix lieferte den fotographischen Beweis für den vermuteten Permafrostboden auf dem roten Planeten: Dank der Phoenix-Mission gilt es heute als sehr wahrscheinlich, dass das gefundene Eis vor Milliarden von Jahren flüssiges Wasser war. Nur zwei Beispiele, die für den Namen der vom MPS, des Göttinger Instituts für Astrophysik und des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt Göttingen organisierten Vortragsreihe „Aus Göttingen ins Weltall – Weltraumforschung in Südniedersachsen“ Pate gestanden haben. 

Von Jonas Rohde

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