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Kooperation mit der Universität soll enger werden

Neue HAWK-Präsidentin Kooperation mit der Universität soll enger werden

Seit acht Wochen ist Christiane Dienel (46) im Amt. Am Montag, 28. Februar, erfolgte ihre offizielle Einführung als Präsidentin der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), die auch in Göttingen und Holzminden präsent ist.

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Wechsel in der Fachhochschule: Ministerin Johanna Wanka, HAWK-Präsidentin Christiane Dienel und ihr Vorgänger Martin Thren.

Quelle: EF

Ungewöhnlich sei eine solche Konstruktion mit drei Standorten, meinte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka (CDU). Das Flächenland trage so seiner „regionalpolitischen Verantwortung“ Rechnung. Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) nickte zustimmend.

In Göttingen, so Dienel, befinde sich mit den Fakultäten Ressourcenmanagement und Naturwissenschaften, die 1974 und 1990 gegründet wurden, der jüngste Spross der HAWK. Die Präsidentin kündigte eine engere Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen an. Deren neue Präsidentin, Ulrike Beisiegel, war ebenfalls nach Hildesheim gekommen.

Dienel wünscht sich mehr Durchlässigkeit zwischen beiden Institutionen. Gute HAWK-Studenten sollen künftig an der Uni weiterstudieren können, und Unistudenten, die den größeren Praxisbezug suchen, sind in der HAWK willkommen. Kooperationsmöglichkeiten sieht Dienel zudem in der Forschung. In gemeinsamen Projekten könne sich die Uni um die Grundlagen kümmern, während sich die HAWK auf die angewandten, industrienahen Aspekte konzentriere.

Ein weiteres Thema: Die neue Präsidentin will die HAWK für Menschen ohne Abitur öffnen. Berufstätige könnten sich Fortbildungen für ein Studium anrechnen lassen. Entsprechende Gespräche gebe es bereits mit den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern sowie mit der Göttinger Werner-Schule des Deutschen Roten Kreuzes. So möchte die Hochschule angesichts des demographischen Wandels die Studentenzahlen halten.

Derzeit laufen in Hildesheim die Planungen für den neuen Campus am Weinberg. Noch ist nichts entschieden, Dienel hofft aber auf einen Baubeginn im September. Danach könnten dann Bauvorhaben in Göttingen etwa im Bereich der Plasmatechnik starten.

Die Vorsitzende des HAWK-Hochschulrats, die Unternehmerin Barbara Wiedemann, würdigte die Leistungen von Dienels Vorgänger, Prof. Martin Thren. Er habe bei seinem Amtsantritt Anfang 2005 eine „prekäre finanzielle Situation“ vorgefunden. Für die drei Vorjahre habe kein Jahresabschluss vorgelegen. Der Präsident sei mit den erforderlichen „strengen Sparmaßnahmen“ auf wenig Gegenliebe gestoßen. Unter Thren habe die Hochschule die Studiengänge auf Bachelor und Master umgestellt. Außerdem sei sie als „familiengerecht“ anerkannt worden, lobte Wiedemann.

Von Michael Caspar

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