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Gesang für eine bessere Welt

Chorprojekt Gesang für eine bessere Welt

Unter dem Motto „Voices of Humanity“ hat die Kulturoffensive Göttingen am Sonntagnachmittag eine Choraktion organisiert. 110 Menschen sangen in der Musa „Imagine“ von John Lennon und wurden dabei gefilmt. Es soll ein professionelles Video entstehen, das ein Zeichen für Toleranz setzt.

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Kulturoffensive organisiert Chorevent „Voices of Humanity“: Konzert im Anschluss begeistert und berührt das Publikum.

Quelle: Holstein

Göttingen. „Imagine ist ein Song mit großer, friedlicher Botschaft“, sagt Miriam Horst, Gründungsmitglied der Kulturoffensive. Diese Botschaft will die Gruppe nach außen tragen, vor allem in einer Zeit, in der viel Krieg herrscht. „Dass überall Leute mit moralischer Leere und Kompasslosigkeit Nationen führen, können und wollen wir nicht akzeptieren“, erklärt Justus Busch, ebenfalls von Beginn an Kulturoffensive-Mitglied. Deshalb haben sie dazu aufgerufen, sich in der Musa zu versammeln und gemeinsam die Stimme gegen die Ungerechtigkeit der Welt zu erheben. 

Der Chor aus Profi- und Amateursängern soll, gemeinsam mit dem Sänger, Jannes Schreiber von der Band Tom Schreibers Blume, das Lied von dem Ex-Beatle einüben. Musikalisch angeleitet werden sie dabei von Thorsten Seydler. 

„Musik ist Kommunikation, die sprachenübergreifend ist. Sie gibt einen anderen gefühlsmäßigen Zugang, als wenn man nur redet“, sagt Seydler. Deshalb halte er Aktionen wie diese für wichtig.  Er schafft es, über die zweistündige Probe hinweg, stets gute Laune in dem improvisierten Chor zu halten. „Jetzt will ich totale Gänsehaut bekommen, solche, wo die Feinstrumpfhose reißt“, erklärt er den Sängern. Die nehmen allen Mut zusammen, um richtig aus sich heraus zu kommen. 

Dann wird der Gesang aufgenommen. Das Licht wird gedimmt, mit Leuchtstäben wippen die Sänger vor und zurück und bei Zeilen wie „Imagine all the people sharing all the world“, zu Deutsch „Stell dir vor, alle Menschen teilen sich die ganze Welt“, rücken alle noch ein Stück näher zusammen. Der Gänsehaut-Moment ist da. „Das war auf einmal so ein Gemeinschaftsgefühl, es war egal, ob jetzt alle singen können oder nicht“, erläutert die Schülerin Zoé Richter diesen Augenblick.

Nach der Aufnahme können die Chor-Sänger ihre Stimmen schonen. Die Kulturoffensive hat noch andere Musiker eingeladen. Den Auftakt des Konzerts am Abend macht der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad. Er eröffnet mit einem Ausschnitt aus einer Dokumentation, die ihn vorstellt, dann beginnt er mit seinem emotionalen Klavierspiel. Zwischen den Liedern erzählt er von seiner Flucht aus Syrien und der derzeitigen Situation in Jarmuk, einem Ortsteil von Damaskus. Im Publikum ist es ganz still. Fabian Baumert, von der Band Leaves and Trees, schafft es anschließend dennoch, die Stimmung aufzulockern. Die Zuhörer wippen mit und bewegen sich. Als dann Tom Schreibers Blume, Gewinner des Local Heroes-Regionalwettbewerbs, auftritt, haben alle Lust zu tanzen und sorgen für einen ausgelassenen Abschluss des Tages.

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