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Leibniz-Preis für Chemieprofessor Ackermann

Forschungsförderung Leibniz-Preis für Chemieprofessor Ackermann

„Ein bisschen sprachlos“, hat die Nachricht vom Leibniz-Preis den Göttinger Preisträger Lutz Ackermann am Donnerstagmittag gemacht. Der Chemieprofessor wird mit neun anderen Forschern im März 2017 den wichtigsten deutschen Forschungsförderpreis in Berlin erhalten.

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Lutz Ackermann.

Quelle: Archiv

Göttingen. Ackermann erreichte die Nachricht am Donnerstag in Großbritannien auf einer Tagung. Kurz zuvor hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gegen 13 Uhr die Preisträger verkündet. Sie waren vom zuständigen Nominierungsausschuss aus 134 Vorschlägen ausgewählt worden.
Von den zehn neuen Preisträgern kommen jeweils drei aus den Naturwissenschaften und den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie jeweils zwei aus den Lebenswissenschaften und den Ingenieurwissenschaften. Alle zehn Ausgezeichneten erhalten ein Preisgeld von jeweils 2,5 Millionen Euro. Diese Gelder können sie bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden.
Ackermann erhält den Leibniz-Preis 2017 für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Organischen Chemie, teilte die DFG mit. Seine internationale Reputation gründe insbesondere auf seinen Forschungsarbeiten zur katalytischen Aktivierung von Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen. „Diese in allen organischen Stoffen vorkommenden Bindungen sind in der Regel äußerst reaktionsträge und lassen sich nur sehr schlecht und häufig unselektiv transformieren. Die von Ackermann und seinen Mitstreitern entwickelten Verfahren haben grundlegend neue und ressourcenschonende Herstellungswege für wichtige chemische Produkte, darunter Wirkstoffe, Agrochemikalien und Feinchemikalien, ermöglicht“, heißt es in der Mitteilung der DFG.
„Ich bin noch ein bisschen sprachlos. Für den Leibniz-Preis ausgewählt zu werden – damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, erklärte Ackermann gegenüber dem Tageblatt. „Auf jeden Fall ist die Auszeichnung eine wunderbare Bestätigung meiner bisherigen Arbeit und ermöglicht mir, mit einer hervorragenden Ausstattung noch offene Fragen in meinem Forschungsgebiet zu bearbeiten. Ein wenig demütig fühle ich mich, wenn ich sehe, wer den Leibniz-Preis vor mir schon erhalten hat. Auf jeden Fall werde ich diese überraschende, schöne Nachricht heute Abend feiern.“
Ackermann, Jahrgang 1972, studierte in Kiel Chemie, war in Rennes und Mülheim/Ruhr tätig und wurde an der Universität Dortmund promoviert. Als Postdoktorand forschte er in Berkeley, von wo er 2003 als Leiter einer DFG-geförderten Emmy Noether-Nachwuchsgruppe nach München ging. Seit 2007 hat Ackermann seinen jetzigen Lehrstuhl in Göttingen inne und leitet dort seit 2015 das Institut für Organische und Biomolekulare Chemie. Ackermann gehört zu den weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftlern seines Fachbereichs.

Gratulationen zum Leibniz-Preis 2017

Zum dritten Mal in Folge hat ein Göttinger Wissenschaftler den Leibniz-Preis erhalten. „Wir gratulieren Lutz Ackermann zu diesem großen Erfolg und freuen uns sehr über die Auszeichnung“, sagte Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel. Der Leibniz-Preis sei eine Bestätigung für Ackermanns kontinuierlich hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren an der Fakultät für Chemie. Deren Dekan, Prof. Philip Vana, erklärte: „Die Fakultät für Chemie freut sich sehr mit ihrem verdienten Mitglied Lutz Ackermann über diese renommierte Auszeichnung“. Die Mitglieder der Fakultät seien stolz, mit einem so herausragenden Wissenschaftler und angenehmen Kollegen zusammenarbeiten zu können. Gratulation für Ackermann auch von Niedersachsens Wissenschaftsministerin: „Es ist fantastisch, dass die Auszeichnung 2017 erneut an einen niedersächsischen Wissenschaftler geht. Dies zeigt, dass es in Niedersachsen exzellente Bedingungen für Spitzenforschung gibt“, sagte Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). In den Jahren 2015 und 2016 gehörten die Ribosomenforscherin Prof. Marina Rodnina vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie sowie Gehörforscher Prof. Tobias Moser von der Universitätsmedizin Göttingen zu den Leibniz-Preisträgern.

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