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Mit Mozarts Musik gegen hohen Blutdruck

Welthypertonietag 2009 Mit Mozarts Musik gegen hohen Blutdruck

Rund 18 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Bluthochdruck. Jährlich sterben mehr Menschen an den Folgen dieser Krankheit als an Krebs. Mit „Mozart gegen Bluthochdruck“ will das Göttinger Bluthochdruckinstitut anlässlich des Welthypertonietages informieren und aufklären.

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Partner im Kampf gegen hohen Blutdruck: Christoph-Mathias Mueller, Claudia Schmitz (DT), Dr. Peter Gensicke, Dr. Egbert Schulz, Ulfert Woydt (Geschäftsführung GSO).

Quelle: Vetter

Klassische Musik senkt den Blutdruck. Bereits 2007 haben das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) und das Blutdruckinstitut Göttingen das mit einem Konzert bewiesen, bei dem unter anderem Dirigent und Organisator mit einem Messgerät verkabelt waren. „Wir sind stolz, dass wir unsere Zusammenarbeit wiederholen können“, erklärte Dr. Egbert Schulz, Vorstandsvorsitzender des Instituts. Anlass ist der Welthypertonietag am 17. Mai. „Mit Mozart gegen Bluthochdruck“ heißt es dann am Mittwoch, 20. Mai, um 19.30 Uhr im Deutschen Theater Göttingen.

Kurzreferate werden die Besucher zunächst über  Bluthochdruck und seine Folgen und über den Schlaganfall  informieren. Anschließend wird zum ersten Mal der Göttinger Innovationspreis für praktische Hypertonieforschung verliehen. Preisträger ist der finnische Forscher Teppo Särkämo. Er belegte mit einer Studie, dass sich Schlaganfallpatienten schneller erholen, wenn sie regelmäßig ihre Lieblingsmusik hören können. „Wir wollen mit dem Preis eine Leistung auszeichnen, die direkt in die Praxis übernehmbar ist“, so Schulz. 

Nach dem informativen Teil folgt der entspannende: das GSO spielt die Symphonien Nr. 6 D-Dur und Nr. 8 G-Dur von Joseph Haydn, Sechs Tänze für Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart. Er sei gespannt, „wer aufregender ist: Haydn oder Mozart“, sagte Christoph-Mathias Mueller, Chefdirigent des GSO. Auch diesmal werden einige Musiker und Zuhörer verkabelt sein.

Rasanter Anstieg

Das Thema Bluthochdruck berge weiterhin viel Brisanz, so Schulz. So beobachten Mediziner gerade mit Sorge den rasanten Anstieg der Bluthochdruckerkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren. Besorgniserregend in einer älter werdenden Gesellschaft sei aber auch der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und einem Schlaganfall. Bei 40 Prozent aller Schlaganfallpatienten spielte der Bluthochdruck die entscheidende Rolle. 

Mit einer neuen Technik, der Pulswellenanalyse könne man besser erkennen, ob ein Risiko für einen Schlaganfall besteht. Verbunden mit der Oberarmmanschette für die Druckmessung könne man mit Hilfe der neuen Technik die Gefäßelastizität. prüfen. Je steifer ein Gefäß, desto höher das Risiko für einen Schlaganfall.

Über den Wert einer schnellen Versorgung nach einem Schlaganfall wird im DT der Göttinger Neurologe Dr. Peter Gensicke sprechen. „Es gibt ein Fenster von viereinhalb Stunden nach dem Schlanganfall“, erklärte Gensicke, solange könne man noch durch eine Trombolyse vom Untergang bedrohtes Hirngewebe retten.

                                                                                                                Von Christiane Böhm

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