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Multimediale Lehre Niedersachsen

Göttingen gewinnt Multimediale Lehre Niedersachsen

Mit Ideen in der multimedialen Lehre haben Georg-August-Universität und Universitätsmedizin Göttingen (UMG) drei Preise gewonnen. Bei der Abschlusstagung des niedersächsischen multimedialen Hochschulpreises 2010 "campusemerge" am Mittwoch, 23. März, in Braunschweig zeichnete die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, die Preisträger aus.

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Prof. Dr. Laszlo Füzesi

Quelle: umg

 

Zu den erfolgreichsten vier Preisträgern gehört das Team der Universitätsmedizin Göttingen unter der Leitung von Prof. Laszlo Füzesi. Er ist E-Learning-Beauftragter der UMG. Es belegt mit der E-Learning-Plattform "eDocTrainer" den ersten Platz, gemeinsam mit dem Kooperationsprojekt "VitaMIN(T)" der Hochschule Ostfalia. Nach Meinung der Jury setzt dieses Team mit der Einrichtung der interaktiven E-Learning-Plattform www.edoctrainer.de neue Lehrmaßstäbe in der Medizin. Die Software der Lehrplattform hat Dr. Miroslav Kulanga aus der Augenklinik der UMG entwickelt. Alle zwei Tage stellt das eDocTrainer-Team auf dieser Webseite reale, anonymisierte Krankheitsfälle aus verschiedenen klinischen Disziplinen online. So können angehende Mediziner ihre Diagnosefähigkeiten trainieren.

Deutschlernen in Second Life

 

Zu den weiteren Ausgezeichnungen zählt auch das Unterrichtskonzept "Intermediales und interkulturelles Deutschlernen" der Universität Göttingen. Dieses Konzept richtet sich an ausländische Studierende und Doktoranden, die am Lektorat "Deutsch als Fremdsprache" beginnen, Deutsch zu lernen. Der Präsenzunterricht wird dabei durch webbasierte Angebote ergänzt: So können die Interessierten gemeinsam in der 3D-Lernumgebung Second Life virtuelle Lebenssituationen durchspielen und ihre Kommunikationsfähigkeiten erweitern. Im Learning-Content-Management-System (LCMS) wurden interaktive, individualisierte Übungen zur Grammatik, zum Wortschatz, zum Leseverständnis und zum Hörverständnis erstellt und den Studenten ausgeteilt (dieses sind die vier Grundfertigkeiten im Fremdsprachenunterricht). "Entscheidend ist, dass die verschiedenen Möglichkeiten aufeinander abgestimmt sind", sagt Hajnalka Beck. Sie ist die zum Thema promovierende Germanistin und Ideengeberin des Projekts aus der Abteilung Interkulturelle Germanistik. Gemeinsam mit Sabine Schönteichder, Dozentin am Lektorat für Deutsch als Fremdsprache, hat Beck das Projekt entwickelt.

Virtuelle Räume gestalten

 

Darüber hinaus wurde das Gemeinschaftsprojekt "Neue Medien im Sprachunterricht" prämiert. Dieses koordinieren Dr. Johann Fischer, kommissarischer Leiter der Zentralen Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen (ZESS) an der Georg-August-Universität, und Cathrine Jaeger, stellvertretende Leiterin am Sprachenzentrum der Technischen Universität Braunschweig. Ziel des Fremdsprachenunterrichts ist es, die Studierenden und Doktoranden zum selbständigen Arbeiten zu motivieren. Daher lernen sie in diesem Unterricht einen virtuellen Raum zu gestalten, den sie anhand konkreter Fallstudien gemeinsam mit Leben füllen. Eigene Alltagserfahrungen spielen dabei ebenso eine Rolle wie der Ausbau der Kompetenzen im Sprechen und Schreiben. Die Teilnehmer arbeiten an authentischen Materialien, erhalten Feedback zum Beispiel durch Filmaufnahmen oder entwickeln interaktiv Präsentationen. "Wir intensivieren durch den Einsatz der neuen Medien das Lernen", so Fischer, der zugleich die Vorreiterrolle des Projektes in der bundesdeutschen Fremdsprachenausbildung hervorhebt.

 

Die Gewinner erhalten 3000 Euro und die Prämierten jeweils 1500 Euro, die sie für den weiteren Ausbau ihrer Projekte einsetzen.

umg/pug/fh

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