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Neue Broschüren zur Multiplen Sklerose

MS-Register-Projekt Neue Broschüren zur Multiplen Sklerose

Mehr als 120 000 Menschen in der Bundesrepublik Deutschland leiden an Multipler Sklerose (MS), in Niedersachsen sind es schätzungsweise 10 000 Menschen.

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Nervenzellen: Auflösung der Myelinscheide bei Multipler Sklerose.

Quelle: mp

Bei dieser häufigsten Erkrankung des zentralen Nervensystems wird die Myelinschicht, die als Schutz die Nervenbahnen umhüllt und für eine reibungslose Impulswiedergabe sorgt, aus bislang unbekannter Ursache zerstört. In der Folge können Nervensignale nur verzögert weiter geleitet werden. Zwei neue Broschüren zum Thema MS hat die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) herausgegeben.

„MS in Deutschland“ informiert über Ziele, Methodik und bisherige Ergebnisse des 2001 vom DMSG-Bundesverband initiierten MS-Register-Projektes. Das zweite Druckwerk „Aktiv im Beruf“ befasst sich mit den spezifischen Problemen, die sich für MS-Erkrankte im Zusammenhang mit Berufstätigkeit ergeben können. Die Barmer Krankenkasse hat die Layout- und Druckkosten der Broschüren übernommen.

Auf zwölf Seiten gibt „MS in Deutschland“ erstmals einen Überblick über das MS-Register-Projekt, stellt die Verantwortlichen, die Teilnehmer, die Methodik und alle bis Mitte dieses Jahres erfolgten Auswertungen vor. „Im Jahre 2001 existierten weder verlässliche Daten über die Häufigkeit der Erkrankung in Deutschland noch über ihre Verteilung auf die verschiedenen Verlaufsformen, die Häufigkeit der unterschiedlichen Symptome, die Schweregrade dauerhafter Behinderungen“, so Dorothea Pitschnau-Michel, Bundesgeschäftsführerin der DMSG.

Diese Daten seien unerlässlich, um die Lebenssituation MS-Erkrankter, auch unter gesundheitsökonomischen Aspekten, zu verbessern. Aus diesem Grund wurde das deutsche MS-Register ins Leben gerufen, das mittlerweile auch als Vorbild für ein europäisches MS-Register gilt. 118 neue Zentren erhoben bis Mitte 2009 insgesamt 34 023 verwertbare Datensätze. Die Auswertung hat aufschlussreiche Erkenntnisse, vor allem zur Versorgungssituation, erbracht. Trotz verbesserter technischer Möglichkeiten dauert es im Schnitt immer noch 3,1 Jahre bis zur Diagnosestellung.

Die Diagnose MS bedeutet keineswegs zwangsläufig das berufliche Aus, aber die MS-Erkrankung kann zu einem Handicap im Beruf werden. Dabei seien es jedoch oftmals fehlende Informationen, die zu Schwierigkeiten führen. Der neue DMSG-Ratgeber „Aktiv im Beruf“ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema MS und Berufstätigkeit. Er gibt Hilfestellungen zur realistischen Einschätzung des Leistungsvermögens, Tipps und Anregungen für den Umgang mit MS am Arbeitsplatz, Informationen zum Arbeitsrecht sowie Hinweise auf Beratungs- und Anlaufstellen. Erfahrungsberichte MS-Erkrankter machen darüber hinaus Mut, eigene Wege zu suchen. Beide Broschüren können unter www.dmsg.de oder in den Geschäftsstellen der DMSG-Landesverbände bestellt werden.

chb

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