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Neue Professur für Laser-Plasma-Technologie

Landesprogramm „Forschungsprofessuren für Fachhochschulen“ Neue Professur für Laser-Plasma-Technologie

Eine Forschungsprofessur erhält die Göttinger Fakultät Naturwissenschaften und Technik der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK).  Sie stammt aus dem neuen mit 2,1 Millionen Euro ausgestatteten Förderprogramm „Forschungsprofessuren für Fachhochschulen“ des Landes Niedersachsen und der Volkswagen-Stiftung.

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Laser-Plasma-Strahl: Der Einsatz der Hybridtechnologie ermöglicht neue Bearbeitungsverfahren.

Quelle: EF

Göttingen. Sieben Hochschulen werden gefördert. Der  Antrag von HAWK-Vizepräsident Prof. Wolfgang Viöl, das Fachgebiet der Laser-Plasma-Hybridtechnologie an der Göttinger Fakultät Naturwissenschaften und Technik auszubauen, gehört zu den sieben Forschungsgebieten, die in der Endrunde aus 35 Bewerbungen ausgewählt wurden. Die Forschungsprofessur in Göttingen soll zum Sommersemester 2013 besetzt werden, teilte die HAWK  am Montag mit.

Anwendungsgebiete der Hybridtechnologie können in der Herstellung von Displays, Handys, Computern oder Solarzellen gefunden werden. Die Laser-Plasma-Hybridtechnologie ergänzt bereits genutzte Plasmatechnologien und verspricht ein großes Anwendungspotenzial. In einem weltweit einmaligen Verfahren hat die Arbeitsgruppe um Plasmaforscher Viöl schon jetzt Atmosphärendruck-Plasmen mit Laserstrahlungsquellen kombiniert, um Synergien auszunutzen.

„Diese Kombination steht noch am Anfang ihrer Erforschung, allerdings zeigt sie bereits, dass die Technologie neue Wege bei der Entwicklung und Erforschung innovativer Technologien und Verfahren öffnet: Durch den Einsatz der Laser-Plasma-Hybridtechnologie sind beispielsweise neue Materialbearbeitungsverfahren bis hin zu innovativen Strahlungsquellen denkbar“, hebt Viöl hervor. Das neue Programm gebe den Wissenschaftlern der Hochschule die Möglichkeit, ihre Forschung zu intensivieren, sagte Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka (CDU) und erklärte weiter: „Wir gehen einen neuen Weg und stärken die Forschungskraft unserer Hochschulen und ihre Wettbewerbsfähigkeit bei der Einwerbung von Drittmitteln“. Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung,  betonte: „Exzellenz in der Wissenschaft braucht beides: mehr Wissen und mehr Können. Die neuen Forschungsprofessuren an niedersächsischen Fachhochschulen belegen eindrucksvoll, wie mit vergleichsweise geringen Mitteln Hervorragendes für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft geleistet werden kann.“

Mit der Erforschung des Phänomens Plasma soll der so genannte „vierte Aggregatzustand“ für zahlreiche Anwendungen in Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie und Alltag nutzbar gemacht sowie verschiedenste Probleme innovativ gelöst werden, teilte die HAWK mit, die bereits seit 15 Jahren anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet betreibt. Im Laufe dieser Forschungsperiode gelang es Professor Viöl, an der HAWK eine rund 50-köpfige Arbeitsgruppe aufzubauen, die aus Drittmitteln finanziert wird.

Mit der Einwerbung eines Drittmittelvolumens von mehr als acht Millionen Euro innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Arbeitsgruppe um Viöl die forschungsstärkste der sechs Fakultäten der HAWK in Hildesheim, Holzminden und Göttingen. Aktuell wird im Rahmen eines Forschungsschwerpunktes Plasmagestützte Schädlingsbekämpfung im Alltag untersucht. Getestet wird derzeit zum Beispiel ein Plasma-Kamm gegen Läuse.

W. Viöl

In der Vergangenheit hat die Arbeitsgruppe um Viöl hat bereits einige Laser-Plasma-Hybridverfahren (LPH) entwickelt und erprobt, etwa zur Reinigung und Restaurierung von Bauwerken oder archäologischen Kulturgütern wie antiken Münzen. Darüber hinaus wurde der Abtrag von Lacken und Beschichtungen untersucht.  Zudem konnte nachgewiesen werden, dass durch den Einsatz von LPH-Methoden eine verbesserte Bearbeitbarkeit und Bearbeitungsqualität beim Abtrag optischer Gläser und von Aluminium erzielt werden kann. Diese fertigungstechnologischen Vorteile gehen einher mit einer Energieeinsparung. Derzeit werden zudem Untersuchungen zur LPH-Kristallisation von amorphem Silizium (Annealing) durchgeführt. Diese werden zur Herstellung künftiger OLED- oder LED-Bildschirme verwendet.

jes/eb

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