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Neues Studiengebäude in Göttingen drei Millionen Euro teurer

Heftige Kritik Neues Studiengebäude in Göttingen drei Millionen Euro teurer

Mit heftiger Kritik hat die Hochschulgruppe der Jungsozialisten (Juso) auf die Erhöhung der Baukosten für das Lern- und Studiengebäude (LSG) der Universität Göttingen reagiert. Elf Millionen Euro sind nach Juso-Angaben nun für die Fertigstellung des Gebäudes, das komplett aus Studienbeiträgen finanziert wird, erforderlich.

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Weiterhin Baustelle: Kostenexplosion beim Lern- und Studiengebäude.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ursprünglich waren dafür acht Millionen Euro kalkuliert worden. Auch die für März 2013 angekündigte Baufertigstellung ist verschoben auf Juli. Das ist dem Senat der Universität Göttingen mitgeteilt worden.

Auf dem Zentralcampus am Reitstalltor entsteht das LSG. Auf einer Fläche von 4    000 Quadratmetern wird es 750 Gruppen- und Einzelarbeitsplätze für Studierende in schallgedämmten Räumen haben.

Die Arbeitsplätze sind mit Internetzugängen, Beamern und White- oder Smartboards ausgestattet.

Bau steht nicht zur Diskussion

„Das Präsidium bedauert die Entwicklung der Mehrkosten für das Lern- und Studiengebäude, für die verschiedene Faktoren ursächlich sind“, erklärte Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel auf Tageblatt-Anfrage. 

Zum einen gebe es ein entsprechendes Gebäude bisher nicht in Deutschland, um daran die Kalkulation der Baukosten auszurichten.

Zum anderen haben nach Angaben der Präsidentin, die sich von einer Dienstreise zum Coimbra-Treffen in Irland meldete, Änderungen der Baupläne und die archäologische Erschließung des ehemaligen Friedhofs zu Mehrkosten geführt.

Die Finanzierung des Gebäudes aus Studienbeiträgen, ebenso wie der Bau des Hauses von der Studentenschaft vorgeschlagen, steht nach Ansicht des Präsidiums nicht zur Diskussion und „wurde mit der Entscheidung für das Gebäude getroffen“.

"Ein Symbol für die Unsinnigkeit von Studiengebühren“

Der reguläre LSG-Betrieb soll mit Beginn des Wintersemesters 2013/14 starten und werde mit Nachdruck betrieben, so Beisiegel.

Für die Jusos nennt Friedhelm Esters, studentisches Mitglied im Senat, das „Lern- und Studiengebäude ein Symbol für die Unsinnigkeit von Studiengebühren“.

Weitere Kritik: Die Studierenden, deren Gebühren den Neubau finanzieren, werden es nicht nutzen können, weil sie ihr Studium in der Zwischenzeit beenden.

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