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Physiker Hell erhält Otto-Hahn-Preis

Auszeichnung Physiker Hell erhält Otto-Hahn-Preis

Der Göttinger Physiker Prof. Stefan W. Hell hat am Donnerstag einen weiteren bedeutenden deutschen Wissenschaftspreis erhalten: In der Frankfurter Paulskirche wurde der 46jährige mit dem Otto-Hahn-Preis 2009 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 50   000 Euro und einer Medaille in Gold dotiert und wird gemeinsam von der Stadt Frankfurt, der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GdCh) und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) alle zwei Jahre verliehen.

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Otto-Hahn-Preis 2009: Hell (2. von re.) mit GdCh-Präsident Müllen, Oberbürgermeisterin Roth und DPG-Präsident Litfin (re.).

Quelle: Rankin

Hell erhielt den Hahn-Preis für die Entwicklung der „STED-Mikroskopie“. Dieses Verfahren überwindet die Auflösungsgrenze der klassischen Lichtmikroskopie und macht Strukturen im Inneren lebender Zellen sichtbar. Das Verfahren ermöglicht insbesondere im Bereich der Zellforschung neue Untersuchungen, da es Abbildungen ungekannter Detailschärfe vom Inneren von Zellen liefert: Mit der STED-Mikroskopie und verwandten Ansätzen kann beispielsweise verfolgt werden, wie sich Eiweißmoleküle (Proteine) in der Zelle verteilen.
Bei dem Festakt in Frankfurt dominierten Göttinger das Geschehen. Nach Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth sprach der DPG-Präsident, Prof. Gerd Litfin aus Göttingen, der die Verbesserung der Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses forderte. Die Laudatio hielt Hells Kollege am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Prof. Erwin Neher. Er hob hervor, dass Hells Erkenntnisse sowohl für die Medizin als auch die Halbleitertechnologie von großer Bedeutung seien. „Stefan Hell hat eine Türe aufgestoßen. Die Grenzen, auf die man dabei stößt, wenn man diese Tür durchschreitet, sind ganz neuer Art und noch nicht im Detail bekannt“, sagte Nobelpreisträger Neher.

Von Angela Brünjes

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