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Plötzlicher Kindstod immer seltener

90 Prozent Rückgang Plötzlicher Kindstod immer seltener

Der gefürchtete Plötzliche Kindstod tritt in Niedersachsen immer seltener auf. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) fielen im Jahr 1990 noch 133 Säuglinge diesem unerwarteten Tod während des Schlafs zum Opfer – 2007 waren es nur noch zwölf. Das ist ein Rückgang von 90 Prozent.

Die TK führte diesen Erfolg auch auf verstärkte Aufklärungskampagnen gegen das Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) zurück, so TK-Sprecherin Nicole Ramcke.Trotzdem gilt der Plötzliche Kindstod in Deutschland und in anderen Industrieländern nach wie vor im ersten Lebensjahr der Babys als Todesursache Nummer eins.

Vom Plötzlichen Säuglingstod können Kinder bis zum Ende des ersten Lebensjahres betroffen sein, wobei die Zeit vom zweiten bis vierten Monat als besonders kritisch gilt. Wenige Fälle treten auch noch nach dem ersten Geburtstag auf. Jungen sind stärker gefährdet als Mädchen, und in den Wintermonaten tritt das SIDS doppelt so häufig auf wie im Sommer.
Die genauen Ursachen für den Plötzlichen Kindstod sind zwar nach wie vor unbekannt, aber verschiedene Studien haben eine Reihe von Risikofaktoren identifiziert. So sollten Säuglinge am besten in Rückenlage schlafen. Neben der Bauchlage (einer der größten Risikofaktoren) gilt es auch, eine instabile Seitenlage zu vermeiden, da die Kinder Gefahr laufen, in die Bauchlage zu rollen. Der Kopf der Säuglinge sollte nicht durch Bettzeug bedeckt werden. Empfehlenswert ist nach Angaben der TK ein Schlafsack. „Felle, Kissen und große Kuscheltiere gehören nicht ins Babybett“, so Ramcke.

Außerdem sind hilfreich: ein eigenes Bett für die Säuglinge, eine rauchfreie Umgebung, eine moderate Raumtemperatur von rund 18 Grad, sowie das Stillen des Kindes in seinen ersten sechs Lebensmonaten.

chb

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