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Psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks erweitert Angebot

Neue Adresse Psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks erweitert Angebot

Eigentlich wäre es viel besser, wenn dieses Angebot gar nicht notwendig wäre“, sagt Prof. Jörg Magull. Doch der Geschäftsführer des Studentenwerks Göttingen kennt die Realität. Er weiß, dass viele Göttinger Studierende die Hilfe der Psychosozialen Beratungsstelle (PSB) des Studentenwerks in Anspruch nehmen.

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Das Team der Beratungsstelle im neuen Domizil: Dr. Christel Winkelbach, Katja Urbanski, Kerstin Karg und Annet Göhmann-Ebel (von links) mit Studentenwerk-Chef Jörg Magull.

Quelle: Hinzmann

So viele, dass das Angebot dieser Einrichtung ständig erweitert wurde und nun in größere Räumlichkeiten gezogen ist. Die PSB ist jetzt in der Goßlerstraße 23 zu finden und dort auch über einen Fahrstuhl zu erreichen. Auf einer Fläche von über 140 Quadratmetern bietet die Beratungsstelle neben Einzelgesprächen auch Gruppenkurse an.

Sowohl bei Konflikten mit nahestehenden Personen oder Lern- und Arbeitsstörungen, als auch bei Versagensängsten, Krisen oder Einsamkeitsgefühlen steht die PSB Studierenden mit Rat und Tat zur Seite. Dabei ist Magull wichtig, dass bei dieser Einrichtung ein niederschwelliges Angebot wahrgenommen werden kann: „Zu uns kann jeder anonym kommen. Wenn er oder sie den Namen nicht sagen möchte, ist das in Ordnung. Bei anderen Einrichtungen muss die Krankenkassenkarte vorgezeigt werden“.

Auf diese Weise soll den Studierenden die Angst genommen werden, sich an andere Personen zu wenden, um professionelle Beratung zu erhalten.

In der PSB sind eine Sekretärin und vier Beraterinnen, die jeweils in unterschiedlichen Gebieten federführend sind, aktiv. Eine von ihnen ist Annet Göhmann-Ebel. Die meisten Probleme sollen Ratsuchende beim Studienbeginn und beim Studienabschluss haben, meint die Psychotherapeutin.

Magull pflichtet ihr bei und sagt: „Durch die Umstellung auf Bachelor und Master haben die alten Studiengänge eine endliche Lebenszeit und das ist für viele Magister-Studiengänge in den sozialwissenschaftlichen Fächern und der philosophischen Fakultät in 2013 der Fall. Wer bis dahin noch keine Prüfungsleistung abschließend erbracht hat, hat ein echtes Problem“.

Beratungsbedarf steigt mit Zahl der Studiengänge

Bei besonderen Gründen kann die PSB einen Härtefallantrag stellen, sodass der Abschlusstermin auf einen späteren Termin verschoben werden kann. „Wir stellen allerdings keine Persilscheine aus“, sagt Göhmann-Ebel, „sondern schauen schon, ob es überhaupt realistisch ist, in einer absehbaren Zeit einen Studienabschluss zu machen.“ Wenn dem nicht so ist, wird in eine andere Richtung beraten.

Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen scheint den Bedarf an solch beratenden Institutionen zu erhöhen: „Je mehr gestufte Studiengänge eingeführt worden sind, desto mehr ist auch die Anzahl der Beratungsfälle gestiegen“, sagt Magull. Bei Studienanfängern führt Göhmann-Ebel dieses auf den sofortigen Leistungsdruck zurück, da die meisten Klausuren in Bachelor- und Masterstudiengängen benotet werden.

Vor allem hochmotivierte Studierende, die einen ausgeprägten Leistungsanspruch an sich selbst haben, bekommen Probleme, so die Therapeutin. Diese wollen alle Klausuren mit sehr guten Noten bestehen. Das scheint aber bei bis zu acht Klausuren in einem Semester nur schwer erreichbar.

Das Studentenwerk finanziert die PSB durch Eigenmittel. So auch den Umzug. Für 260 000 Euro hat das Werk die neuen Räumlichkeiten von dem Land Niedersachsen abgekauft. 370 000 hat die Sanierung gekostet. Die alten Räume vermietet das Studentenwerk nun an Studierende aus dem Ausland. Gelder erhält die Beratungsstelle auch durch Studienbeiträge.

Die Wichtigkeit der Einrichtung scheint vielen bekannt zu sein. „Wir haben bei der Vergabe der Studienbeiträge immer erlebt, dass unsere Anträge in den einschlägigen Kommissionen – auch von den Studierenden, egal welcher politischen Couleur – immer einstimmig und geräuschlos durchgelaufen sind“, sagt Geschäftsführer Magull.

Von Friedrich Schmidt

Weiter Informationen auf studentenwerk-goettingen.de
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