Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Richtigen „Schlüssel“ für das Immunsystem finden

Knochenmarkspende Richtigen „Schlüssel“ für das Immunsystem finden

Bösartige Erkrankungen des blutbildenden Knochenmarks beziehungsweise des Immunssystems – Leukämien oder Lymphome – können heutzutage mit einer Transplantation von gesundem blutbildenden Knochenmarkstammzellen geheilt werden.

Voriger Artikel
Was ist das Knochenmark?
Nächster Artikel
Mehr Studienanfänger im Land

Blutabnahme: Über Merkmale im Blut werden passende Spender gefunden.

Quelle: Heller

Voraussetzung dafür ist es aber, einen passenden Spender zu finden. Gemeinsam mit der Knochenmarkspenderdatei des Uniklinikums Göttingen (KSMG) planen daher verschiedene Hochschulgruppen eine große Typisierungsaktion unter den Studenten der Universität Göttingen.

Gut 100 schwerkranken Menschen konnte bislang mit Spendern aus der Göttinger Datei geholfen werden, so deren Leiter Dr. Hans Neumeyer. Das Blut werde zunächst auf die sogenannten HLA-Merkmale untersucht. Sie seien sozusagen der Schlüssel für das Immunsystem. 25 Prozent der Erkrankten findet unter leiblichen Geschwistern einen, „dessen Schlüssel passt“.

Erst seit Anfang der 1990er Jahre kann auch anderen Erkrankten geholfen werden. Heute sind im Zentralen Knochenmarkregister Deutschland in Ulm 3,3 Millionen Typisierte im Alter zwischen 18 und 55 Jahren aufgelistet. Rund 85 Prozent der Erkrankten finde heutzutage einen Spender. Die „verbleibenden 15 Prozent sind Ansporn genug weiterzumachen“, so Neumeyer.

„500 bis 1000 Studenten sollen bei den Aktionen registriert werden“ berichten Milena Schönke und Katja Obieglo von der Biotechnologischen Studenteninitiative. Am Mittwoch, 9. Dezember, von 11 bis 15 Uhr im Foyer der Zentralmensa, und am Donnerstag, 10. Dezember, ebenfalls von 11 bis 15 Uhr im Foyer der Nordmensa sollen die Blutproben entnommen werden.

„Der Wille der Studenten ist da“ sind sich Schönke und Obieglo sicher. Allerdings seien sie noch auf Spenden angewiesen. „Die Laborkosten sind hoch“, so Schönke. 50 Euro kostet jede Typisierung. „Und wir können nicht verlangen, dass die spendenwilligen Studenten das aus eigener Tasche bezahlen“, erklärt Neumeyer. Deswegen suche man auch Paten, die die Kosten übernehmen.

Neumeyer bietet für interessierte Studenten am Mittwoch, 2. Dezember, im Hörsaal 006 im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) und am Dienstag, 8. Dezember, im Hörsaal 004 ZHG jeweils von 18 bis 19 Uhr Informationsveranstaltungen an.
Wer für die Typisierungsaktion Geld spenden möchte, kann sich unter 0551 / 39 144 60 oder www.kmsg.med.uni-goettingen.de an die KMSG wenden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Weitere Infos
  • Kommentare
mehr
Mehr aus Göttingen

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus