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Rockefeller-Stiftung ermöglicht Neubau

Mathematisches Institut Rockefeller-Stiftung ermöglicht Neubau

An die Eröffnung ihres Institutsgebäudes vor 80 Jahren erinnert die Mathematische Fakultät der Universität Göttingen am Mittwoch, 2. Dezember. Im Jahr 1929 wurde der Bau in der Bunsenstraße 3-5 bezogen. Dass es so kam, lag an dem Engagement der damaligen Mathematiker: Sie wollten die von Felix Klein (1849-1925) stammenden Pläne aus dem Jahr 1906 für einen Neubau nicht wegen Geldmangel des Staates ad acta legen.

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Funktional und schlicht: Gebäude des Mathematischen Instituts in der Bunsenstraße.

Quelle: BB

In der Bunsenstraße 3-5 lehren heute zwölf Professoren, beginnen jährlich bis zu 200 Studierende ihre wissenschafltliche Ausbildung, und es finden zahlreiche internationale Veranstaltungen statt. Seit 2008 ist auch das im Rahmen der Exzellenzinitiative neu gegründete Courant Forschungszentrum „Strukturen höherer Ordnung in der Mathematik“ am Mathematischen Institut beheimatet.
Immer noch besticht das nach Plänen von Baurat Seidel erbaute Haus durch Funktionalität und Schlichtheit. Schon 1914 existierten die Pläne für den Bau, der auf einem Grundstück entstehen sollte, dass vom Industriellen Krupp gekauft worden war. Der erste Weltkrieg führte dazu, dass die Pläne aus Geldmangel nicht verwirklicht werden konnten, heißt es in damaligen Tageblatt-Berichten und ist so im Archiv des Instituts belegt.
Richard Courant (1888-1972) sorgte über Kontakte der Brüder Niels und Harald Bohr dafür, dass die US-amerikanische Rockefeller-Stiftung, 350    000 Dollar für den Neubau spendete. Am 3. Dezember 1929 wurde die Eröffnung gefeiert. Der Staat hatte zu dem Zeitpunkt wieder große finanzielle Schwierigkeiten – Weltwirtschaftskrise.
Im Mathematischen Institut, Bunsenstraße 3-5, wird Bernd Hoffmann am Mittwoch, 2. Dezember, über den „Neubau des Mathematischen Institut der Universität Göttingen von 1929“ um 17.15 Uhr im Hörsaal referieren. Prof. Ulf Rehmann, Bielefeld, spricht um 15.30 Uhr über eine Verallgemeinerung des Satzes von Hasse-Brauer-Noether und Albert: „Anisotrope Zerfällung von Divisionsalgebren“.

Von Angela Brünjes

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