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Das letzte Kometen-Foto

Weltraummission Rosetta Das letzte Kometen-Foto

Zehn Jahre lieferte das Kamerasystem Osiris Fotos von der Rosetta-Mission. Vor einem Jahr endete die Erkundung mit dem Absturz der Sonde auf dem Kometen Tschuri. Wissenschaftler vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung bauten das Kamerasystem und werten die Fotos aus.

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Göttingen. Ein Jahr nach dem Ende der spektakulären Kometenmission „Rosetta“ haben Göttinger Wissenschaftler das letzte Bild veröffentlicht, das unmittelbar vor der Landung der Raumsonde entstanden ist. Die auf der Sonde installierte Spezialkamera „Osiris“ hatte während des kontrollierten Absturzes regelmäßig die Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko abfotografiert. Das letzte Bild wurde aus nur knapp 20 Metern Entfernung aufgenommen, unmittelbar danach prallte die Sonde auf dem Kometen auf.

Der Crash führte dazu, dass noch während der Übertragung der Bilddaten die Verbindung zur Erde abbrach. Dadurch sei nur etwa die Hälfte der üblichen Datenmenge übermittelt worden, sagte Carsten Güttler vom Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen, das die Spezialkamera „OSIRIS“ gebaut hat. Da die automatische Software die unvollständigen Informationen nicht als Bild erkannte, hätten die Forscher erst später bemerkt, dass sich noch weitere Datenpakete auf dem Server befanden. Ingenieuren des Max-Planck-Instituts gelang es dann, aus den vorhandenen Datenfragmenten das letzte Bild zu rekonstruieren.

Die Rosetta-Mission gilt als eine der kühnsten und erfolgreichsten Unternehmen in der Raumfahrtgeschichte. Im März 2004 war die Rosetta-Sonde gestartet. Zehn Jahre dauerte es, bis sie den Kometen „Tschuri“ erreichte. Im November 2014 setzte sie die mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattete Landeeinheit „Philae“ auf dem Kometen ab. „Rosetta“ lieferte ständig Fotos vom Kometen, ehe sie am 30. September 2016 gezielt zum Absturz gebracht wurde.

Von Heidi Niemann

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