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SUB: Carrara-Marmor wird abgehängt

Sanierung der Zentralbibliothek SUB: Carrara-Marmor wird abgehängt

Mit mehreren Gutachten wurde in den 1990er Jahren die Haltbarkeit der weißen Marmorplatten, die an der Außenwand der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) hängen, bestätigt. Nun müssen sie doch ausgetauscht werden.

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Aus den Fugen: Marmorplatten der SUB-Zentralbibliothek.

Quelle: CH

Seit Mitte März wird die Fassade der Zentralbibliothek saniert. Der Grund: Die Wandverkleidung aus italienischen Carrara-Marmorplatten stellt zunehmend ein Sicherheitsrisiko dar. Das Problem ist die sogenannte Verschüsselung. Rainer Bolli, Leiter des Gebäudemanagements der Universität, erklärt: „Die Platten biegen sich durch äußere Einflüsse wie Hitze bis zu vier Zentimeter durch.“ Weil diese Bewegung nicht ausreichend zum Stillstand komme, brächen die Platten. „Das ist ein Problem, mit dem viele Bauherren zu kämpfen haben, die Carrara-Marmor eingesetzt haben“, so Bolli. Mit Sorgfalt sei die Verwendung des Baustoffs geprüft worden, inzwischen seien diese Gutachten überholt.

Rund 3000 Quadratmeter Marmor- und Putzfassade müssen erneuert werden. Die schadhaften Marmorplatten werden durch ein von hinten belüftetes, vorgehängtes Putzträgersystem ersetzt. „Dadurch wird das Erscheinungsbild der SUB wenig verändert“, sagt Projektleiter Sascha Liebetrau. Das neue System ist mit dem Entwurfsarchitekten Prof. Eckehard Gerber abgestimmt. Bislang wurden – besonders in sensiblen Bereichen wie Fluchtwegen – rund 800 Quadratmeter ausgetauscht. Mit der Fertigstellung wird im September gerechnet.

Die Sanierungskosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro werden vom Land Niedersachsen finanziert. Darin enthalten sind Kosten für die Erneuerung des Sonnenschutzes an den Lesesaalfassaden auf einer Fläche von 929 Quadratmetern. Dafür wird ein vertikales, schienengeführtes System aus Edelstahl-Lamellen verwendet, das „selbst bei Orkanstärke zum Einsatz kommen kann“, so Liebetrau. Die Universität steuert Geld bei für die Anbringung eines Sonnenschutzes auf der Ostseite des Gebäudes. Dort ist bislang kein abschirmendes System installiert.

Mit der Sanierung der SUB-Fassade wird die Wärmedämmung der Außenwände auf den neuesten Stand gebracht. Sie entspricht dann den Anforderungen der derzeit gültigen Energiesparverordnung.

Von Björn Dinges

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