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Start für Niedersachsens größte Baumaßnahme

Bau des Herzforschungs-MRT Start für Niedersachsens größte Baumaßnahme

Die bauliche Erneuerung des Universitätsklinikums hat begonnen: Am Montag kam Ministerpräsident David McAllister (CDU), um das Bauvorhaben „Herzforschungs-MRT“ zu starten. Damit beginnt nach seinen Angaben auch die größte Baumaßnahme im Land Niedersachsen, nachdem kürzlich das Megaprojekt Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven abgeschlossen werden konnte.

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Ostseite des Klinikums: Dort liegt der Bauplatz für das neue Herzforschungs-MRT.

Quelle: Heller

Für die Neubauprojekte des Göttinger Klinikums sind in den nächsten 25 Jahren rund 800 Millionen Euro für fünf Baustufen vorgesehen. McAllister, der mit Verspätung vom Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Laser-Laboratoriums Göttingen gekommen war, sagte mit Blick  auf den kurz zuvor zu Ende gegangenen Bombenalarm im Klinikum, „die Landesregierung lässt sich von ihren Vorhaben nicht abbringen“.

Die in der Gewerkschaft Verdi organisierten Beschäftigten der Universitätsmedizin „befürchten, dass etwaige Mehrkosten, die beim Neu- und Umbau der Universitätsmedizin im Rahmen des Generalentwicklungsplanes entstehen könnten, durch eine weitere Arbeitsverdichtung und Arbeitsintensivierung erwirtschaftet werden müssen“. Einen offenen Brief mit Ausführungen zu dem Thema erhielt McAllister von Christiane Schulz vom UMG-Personalrat auf dem Bauplatz. Der Ministerpräsident erwähnte später in seiner Rede, dass die UMG mit rund 7000 Mitarbeitern „der größte Arbeitgeber des gesamten Göttinger Raumes“ ist.

Aber das 1460 Betten-Krankenhaus mit Maximalversorgung ist auch ein Ort der Spitzenforschung. Das Bauvorhaben „Herzforschungs-Magnetresonanztomograph (MRT)“ ist dafür das aktuelle Beispiel. Das 900 Quadratmeter-Gebäude für vier Millionen Euro wird „einen der modernsten und schnellsten Magnetresonanztomographen für die Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen aufnehmen“, der 2,6 Millionen Euro kostet. Das Gerät liefert Bilder aus dem Herzen in Echtzeit.

Der Göttinger Herzforscher Prof. Gerd Hasenfuß, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrum für Herzkreislaufforschung (DZHK) und Direktor der UMG-Abteilung Kardiologie und Pneumonologie, erklärte die technischen Möglichkeiten. Sie „eröffnen völlig neue Wege in Diagnostik und Therapie von Herzkrankheiten“, so Hasenfuß. Und es werde möglich, ohne Röntgenstrahlen und ohne Katheterverfahren zu untersuchen.

Schon in den nächsten vier bis fünf Jahren soll die neue Technik angeboten werden. Dazu komme den Patienten die Zusammenarbeit der UMG mit den Forschungsinstituten der Max-Planck-Gesellschaft und dem Deutschen Primatenzentrum zu Gute, indem neue Forschungserkenntnisse in der Klinik Anwendung finden.

Als einer von sieben DZHK-Standorten und mit dem neuen Sonderforschungsbereich „Modulatorische Einheiten bei Herzinsuffizienz“ „weist der Standort Göttingen eine auch international herausragende und konkurrenzfähige Expertise aus“, sagte Prof. Heyo Kroemer, UMG-Vorstandssprecher. Er betonte, dass sich die Rahmenbedingungen für Forschung, Lehre und Krankenversorgung seit Fertigstellung des Klinikums 1977 „dramatisch geändert“ haben.

Zu internationaler Spitzenforschung, die das Klinikum leiste, passe kein undichtes Dach, wie es es Fall sei. „Wenn die UMG wettbewerbsfähig bleiben will, muss das auch gebäudeseitig abgebildet werden“, gab Kroemer dem Ministerpräsidenten zu verstehen.

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Entwarnung

Ein herrenloser Koffer an einer Rednerbühne im Uni-Klinikum hat am Montagmorgen zu einem Bombenalarm und der Evakuierung des Klinikums geführt. Eine Rentnerin hatte den Koffer dort abgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister auf dem Weg ins Klinikum: für den ersten Spatenstich des neuen Herzforschungszentrums.

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