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Rar, aber bezahlbar

Studentischer Wohnraum in Göttingen Rar, aber bezahlbar

Ein bundesweiter Vergleich von 65 Universitätsstädten hat ergeben, dass die Miete von Einzimmerwohnungen in Göttingen im etwas teureren Mittelfeld liegt. Zum Start des Sommersemesters erwarten Universität und Studentenwerk Göttingen keine dramatischen Engpässe auf dem Wohnungsmarkt.

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Eines der Wohnheime in Göttingen

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Der durchschnittliche Preis für Einzimmerwohnungen lag 2016 in Göttingen bei 10,90 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Das hat eine Studie der Immowelt-Aktiengesellschaft ergeben. 25.600 Inserate von Einzimmerappartments mit bis zu 40 Quadratmetern verglich das Online-Immobilienportal immowelt.de hinsichtlich ihrer Nettokaltmieten pro Quadratmeter. In Göttingen lag der sogenannte Medianwert bei 10,90 Euro. Das bedeutet: 50 Prozent der Göttinger Mieter, oft Studenten, zahlen mehr, 50 Prozent weniger.

Studenten, die alleine wohnen wollen, müssen somit in Göttingen etwas tiefer in die Tasche greifen, als in den meisten anderen Universitätsstädten. Auch das universitäre Umland ist deutlich günstiger: So zahlen alleinwohnende Studenten in Hannover im Mittel 9,20 Euro, in Kassel 8,80 Euro und in Hildesheim 7,80 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Am günstigsten schneidet Chemnitz mit 5,20 Euro ab. Zum teuersten Pflaster gehört Göttingen dennoch nicht.In 24 Städten sind die Mieten noch höher: Mehr als 13 Euro kostet der Quadratmeter in Frankfurt am Main, Erlangen und Ingolstadt, 19,70 Euro in München.

Studenten auf dem Zentralcampus zeigten sich wenig überrascht, dass Göttingen im Vergleich etwas teurer abschneidet. Auf dem privaten Wohnungsmarkt gehen die Preise offenbar weit auseinander: Mal kosten 17 Quadratmeter im Einzelappartment 370 Euro, mal ein 23 Quadratmeter messendes WG-Zimmer 220 Euro. Student Anthoney hofft auf ein Zimmer beim Studentenwerk, denn diese sind mit durchschnittlich 9,93 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise günstig. Entsprechend hoch ist die Nachfrage.

„Derzeit liegen uns 1868 offene Bewerbungen vor“, berichtet Cathleen Lippold vom Studentenwerk. Das ärgert Student Christian Hollmichel: „Man bekommt gesagt: ´Bewirb dich schon während der Oberstufe`, denn beim Studentenwerk hat man zum Teil 36 Monate Wartezeit - und dann ist das Studium um.“

Dass sich die Lage zum beginnenden Sommersemester bedeutend verschärft, ist nicht zu befürchten. Der Andrang neu zugezogener Studenten auf den Wohnungsmarkt ist deutlich geringer als zum Wintersemester, erklärt Beate Bartolomaeus von der Pressestelle der Universität Göttingen. Nur sechs Bachelorstudiengänge wie Betriebs- und Volkswirtschaft beginnen im April. Hinzu kommen 64 Master- und 18 Promotionsstudiengänge, die häufig nicht mit einem Wohnortswechsel verbunden sind. km

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