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Car-Sharing-App in Testphase

Göttingen Car-Sharing-App in Testphase

In einer Feldstudie prüft eine Studiengruppe der Uni Göttingen, wie die örtliche Verteilung von Car-Sharing-Fahrzeugen optimiert werden kann. Durch eine App können Kunden des Anbieters Grünes Auto das Fahrzeug gezielt an Stationen zurückgeben, an denen aktuell Bedarf besteht.

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Christian Keufner gehört zu einer Projektgruppe, die in Kooperation mit dem "grünen Auto" eine App entwickelt hat, mit der die Verteilung der Fahrzeuge besser koordiniert werden soll.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Sieben Studenten um den Doktoranden Benedikt Brendel von der Professur für Informationsmanagement haben die App entwickelt. Es ist das erste Mal, dass das Konzept der „user-based relocation“, also der nutzerbasierten Umplatzierung, in der Praxis getestet wird. Noch müssen Mitarbeiter die Grünen Autos täglich 80 Kilometer umparken.

Wer an der Studie teilnehmen will, gibt in die kostenlose App seine anvisierte Ankunftszeit und -station ein. Ein Algorithmus berechnet, an welcher Station dann zu wenig Autos stehen werden und schlägt dem Kunden vor, alternativ zu dieser zu fahren. Damit die Aufmerksamkeit des Fahrers nicht eingeschränkt wird, geschieht dies nur, während das Auto steht.

„Unsere Umfrage hat ergeben, dass Berufstätige ab Mitte 30 einen kostenlosen Umweg in Kauf nehmen würden. Studenten sind da am geizigsten mit ihrer Zeit“, erzählt Christian Keufner. Der Volkswirtschafts- und Jurastudent engagiert sich aus Überzeugung für das Forschungsprojekt: „Wir wissen alle, wie schlecht Autos für die Lungen und für die Umwelt sind.“ Er sieht Car-Sharing auch als einen Weg, um die Wohnraumproblematik zu lösen. „Ein Flexi-Car ersetzt 20 private Autos, die 96 Prozent der Zeit geparkt herumstehen. Die Parkfläche kann besser für Wohnungen oder Parks genutzt werden“, meint Keufner.

Flexi-Cars werden an einer Station geliehen und können im Gegensatz zu Two-Way-Cars an jeder beliebigen Station zurückgegeben werden. Das Flexi-System von Grünes Auto „ist fast einmalig in Deutschland“, meint Keufner. Sie seien günstiger als Free-Floating-Cars, die überall abgestellt werden können. Außerdem regten sie zu einem sparsameren Gebrauch des Autos an. kam

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