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Studienplätze für Geflüchtete

Intensiv-Sprachkurs an der VHS Studienplätze für Geflüchtete

Der diesjährige Intensivsprachkurs für höher qualifizierte Flüchtlinge an der Volkshochschule Göttingen / Osterode (VHS) hat begonnen. Am Dienstag sind sowohl Kooperationspartner, Lehrende, als auch Teilnehmer zu dem Auftakttreffen gekommen.

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Auftakttreffen der Studienvorbereitung „Intensivsprachkurs für höherqualifizierte Flüchtlinge“ (IHF) in der VHS.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Der diesjährige Intensivsprachkurs für höherqualifizierte Flüchtlinge an der Volkshochschule Göttingen / Osterode (VHS) hat begonnen. Am Dienstag sind sowohl Kooperationspartner, Lehrende, als auch Teilnehmer zu dem Auftakttreffen gekommen.

An dem Sprachkurs teilnehmen können Migranten, die die formalen Voraussetzungen für ein Hochschulstudium erfüllen und vor Kursbeginn Deutsch auf dem Niveau A2 beherrschen, teilt Haide Faridani, Leiterin des Fachbereichs Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und Integration der VHS, mit. Mit einem Pensum von 25 Unterrichtsstunden pro Woche sollen die Migranten dann innerhalb von zehn Monaten das höhergelegene Sprachniveau C1 erreichen. Finanziert wird das Projekt von dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

„Sie sind die Welt bei uns zu Hause“, so begrüßt Haide Faridani die Teilnehmer am Dienstagabend. Eine freundschaftliche, offene Atmosphäre zwischen Migranten und Mitarbeitern zu schaffen sei eines der Hautpziele der gemeinsamen Arbeit. Das betont Judith Laabs, Mitarbeiterin des Projektes „HAWK open“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst. Als Kooperationspartner des Intensivsprachkurses verfolge die HAWK das Ziel, Geflüchtete möglichst schnell an einer Hochschule zu integrieren. Auch die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) beteiligt sich an dem Projekt der VHS und bietet Migranten, die die Sprachvoraussetzungen erfüllen, die Möglichkeit, entweder vor Ort oder in Form eines Fernstudiums zu studieren. Linh Raiser, internationale Studienkoordinatorin der PFH, betont, dass Geflüchteten alle Möglichkeiten, an der PFH zu studieren, kostenlos zur Verfügung stünden.

Intensive Suche nach einem Studienplatz

Um den Teilnehmern des Sprachkurses das Bewerbungsverfahren an deutschen Hochschulen zu erleichtern, wird ein Viertel der Lehrzeit dazu verwendet, gemeinsam mit den Bewerbern intensiv nach einem Studienplatz zu suchen und eine aussagekräftige Bewerbung zu erstellen. Das teilt Sonja Lehmann, Beraterin des Fachbereichs Deutsch und Integration der VHS, mit.

Eine der Teilnehmenden in diesem Jahr ist Estglal Abdallah. Sie kommt aus dem Sudan und lebt seit einem Jahr in Deutschland. Sie hat zwei Semester Architektur in Libyen studiert und möchte ihr Studium hier in Deutschland fortsetzen. Deutsch habe Estglal sich selbst beigebracht, sie habe viele Kinderbücher gelesen und auch Hörspiele gehört, erzählt sie.

Auch Mohamad Hejazi möchte gerne in Deutschland studieren – Medizin. Sechs Semester habe er an der Damaskus-Universität schon abgeschlossen. Wenn er das Sprachniveau C1 erreiche und einen Studienplatz bekomme, müsse er aber noch einmal komplett von vorne anfangen, erzählt der Syrer. Aufgrund der sprachlichen Herausforderung störe ihn das aber nicht.

Familie Ali ist mit fünf Geschwistern aus Syrien nach Northeim gekommen, alle Geschwister besitzen eine Hochschulzugangsberechtigung. Masoud und Sousan Ali haben einen Platz in dem Intensivsprachkurs der VHS bekommen, erzählt Sherin Ali. Sie selbst warte noch auf einen Platz in einem Sprachkurs. Alle drei möchten ihre Deutschkenntnisse verbessern, um hier ein Studium beginnen zu können.

„Ich bin dankbar für meine Arbeit, man merkt einfach, wie die Teilnehmer an sich arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen.“, sagt Caroline Schake. Sie unterrichtet den Kurs von Oktober bis November. Selbst studiere sie Spanisch und Chinesisch auf Lehramt an der Universität Göttingen. Die Gruppe sei motiviert und es sei schön zu sehen, wie die Gruppe schon nach einer Sitzung zusammengewachsen sei.

Von Pauline Noll

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