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Sub-Saal erinnert an Alfred Hessel

Universität würdigt Bibliothekar Sub-Saal erinnert an Alfred Hessel

Nach dem Wissenschaftler und Bibliothekar Prof. Alfred Hessel (1877-1939) wird ein Saal im Historischen Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek. Hessel wurde 1935 seiner Ämter enthoben und zwangspensioniert. Außerdem verwehrten die Nationalsozialisten ihm seit 1938 den Zugang zu den Magazinen der Universitätsbibliothek.

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Alfred Hessel (1877-1939): SUB-Saal wird nach ihm benannt.

Quelle: pug

Göttingen. Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel und SUB-Direktor Prof. Norbert Lossau werden Hessels Wirken würdigen. Per Videobotschaft sendet Stéphane Hessel, der in Paris lebende Neffe Alfred Hessels, ein Grußwort. In Festvorträgen stellen die Professoren Rudolf Schieffer von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Wolfgang Schmitz von der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und Wolfgang Petke von der Universität Göttingen Alfred Hessel als herausragenden Historiker und Bibliothekar, der lange Jahre in Göttingen lebte und arbeitete, dar.

Hessel war als Mediävist in Rom und Göttingen tätig und hatte sich 1913/14 an der Universität Straßburg habilitiert. Als Kriegsfreiwilliger nahm er von 1914 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil und habilitierte sich 1919 an die Universität Göttingen um. Seit 1922 arbeitete er als Handschriftenbibliothekar an der Universitätsbibliothek Göttingen und lehrte auch an der Georgia Augusta.

Hessel gelang es in seiner Zeit an der Universitätsbibliothek, das Archiv zu ordnen und zu verzeichnen. Damit legte er den Grundstock für die „Geschichte der Göttinger Universitäts-Bibliothek“, die 1937 zum 200. Jubiläum der Hochschule erschien und deren Hauptautor er war. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wagten es die Herausgeber jedoch nicht, Hessel als Autor zu nennen. Seit 1938 bemühte er sich darum, nach Großbritannien emigrieren zu können, starb allerdings am 18. Mai 1939 an einem Herzleiden.

Nach Angaben der Universität war Hessel einer der profiliertesten Göttinger Wissenschaftler und Bibliothekare des 20. Jahrhunderts. 1925 publizierte er eine Gesamtgeschichte der Bibliotheken, die 1950 in englischer Übersetzung erschien und 2001 in einer überarbeiteten englischen Fassung nochmals aufgelegt wurde.

Im Historischen Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB), Papendiek 14, wird am Mittwoch, 12. Dezember, um 20 Uhr der Alfred-Hessel-Saal eröffnet als Vortragssaal und Veranstaltungsort.

pug

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