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Allianz stärkt Forschungsqualität

UMG Biobank Allianz stärkt Forschungsqualität

Die Biobank der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat sich mit zehn weiteren deutschen Biobankstandorten in der German Biobank Alliance (GBA) zusammengeschlossen. Der neue Verbund ist zum 1. Mai gestartet und ebnet den Weg für einen nationalen und europaweiten Bio-proben- und Datenaustausch zwischen Biobanken.

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UMG Biobank: Einlagern von Lagerboxen in Stickstoff-Lagertanks.

Göttingen. „Die deutschen Biobanken engagieren sich in einer wegweisenden gemeinsamen Initiative, die die Grundlage für eine neue Generation von europaweit vernetzten Biobanken schafft“, sagt die Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates der Initiative, Prof. Fay Betsou. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Biobankenallianz bis zum Jahr 2020 mit 14,4 Millionen Euro.

„Vernetzte, hochmoderne Biobanken tragen entscheidend dazu bei, innovative diagnostische Methoden und Therapien für die Behandlung von Patienten zu entwickeln“, sagt Priv.-Doz. Dr. Y. Sara Nußbeck, Leiterin der UMG Biobank an der UMG. Biobanken sammeln und lagern Blut, Gewebe sowie anderes Körpermaterial und stellen dies für die biomedizinische Forschung zur Verfügung. So entstehen bedeutende Proben- und Datenspeicher für die Erforschung von Erkrankungen.

Um Biomaterial und die zugehörigen Daten zwischen deutschen Biobanken und auch innerhalb von Europa austauschen zu können, ist ein umfangreicher Harmonisierungsprozess notwendig. Standards für den Austausch von Daten und für die Qualität der Biomaterialien, aber auch ethische und rechtliche Aspekte müssen diskutiert und angeglichen werden. Nur so lassen sich Biomaterialien und deren Daten über Biobanken und Ländergrenzen hinweg für die Forschung zusammenführen und nutzen.

„Der Aufwand lohnt sich, denn vernetzte Biobanken mit einer hohen Probenqualität sind die Basis für eine aussagekräftige, reproduzierbare medizinische Forschung“, sagt der Koordinator der GBA, Prof. Michael Hummel. Die Qualität und Verfügbarkeit der Biomaterialien und der assoziierten Daten sind von enormer Bedeutung.

Die Vernetzung von Biobanken und die Harmonisierung von Datenformaten und Pro-zessen sind auch wesentlich für die individualisierte Präzisionsmedizin. Nur so lassen sich die dafür nötigen aussagekräftigen und vergleichbaren Analysen durchführen.  „Die German Biobank Alliance ist eine ausgezeichnete Chance für die Biobank-Community in Deutschland“, so Prof. Hummel. „Sie wird dazu beitragen, die biomedizinische Forschung auf lange Sicht zu beschleunigen und die Position Deutschlands in der europäischen und internationalen Forschungsgemeinschaft zu stärken.“

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