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Grundlagen von Krebs erforschen

Uni-Medizin Göttingen Grundlagen von Krebs erforschen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat in Heidelberg einen neuen Sonderforschungsbereich eingerichtet, der die Entstehung von Krebs untersuchen soll. An der Suche nach den molekularen Grundlagen von Krebs  sind Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) beteiligt.

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Göttingen. Dr. Julia Groß, Nachwuchsgruppenleiterin in der Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie und am Institut für Entwicklungsbiochemie der UMG, und Prof. Holger Bastians vom Institut für Molekulare Onkologie der UMG, bringen mit ihren Arbeitsgruppen ihre spezielle Expertise für den Wnt-Signalweg ein. Der mit rund 8,5 Millionen Euro und zunächst bis 2021 geförderte SFB 1324 „Mechanisms and functions of Wnt signaling“ schließt Forschergruppen aus Heidelberg (Sprecher-Hochschule), Karlsruhe und Göttingen ein, teilte die UMG mit. Der Sprecher ist Prof. Thomas Holstein vom Heidelberger Centre for Organismal Studies (COS).

Der SFB 1324 beschäftigt sich mit dem sogenannten Wnt-Signalweg. Dieser hat eine besondere Bedeutung bei der Embryonalentwicklung und auch bei der Entstehung von menschlichen Krebserkrankungen, insbesondere von Darm-krebs. Ziel der geplanten interdisziplinären Zusammenarbeit ist es, mit struktur-biologischen Verfahren, hochauflösender Mikroskopie, CRISPR/Cas9 und Modellierung ausgewählter Modellsysteme zu verstehen, wie der Wnt-Signalweg seine verschiedenen zellbiologischen Funktionen erfüllt, wie diese reguliert werden und wie Veränderungen des Signalwegs zur Tumorbildung beitragen können.

Kommunikation der Zellen

Groß beschäftigt sich in ihrem Teilprojekt mit den molekularen Mechanismen der Sekretionsmaschinerie für Wnt-Liganden sowohl in humanen Zellen als auch in der Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Sie möchte herausfinden, wie Wnt-Proteine zur Zell-Zell-Kommunikation beitragen können.

Bastians untersucht in seinem Teilprojekt zusammen mit einem Heidelberger Kollegen die Rolle des Wnt-Signalwegs in der Mitose, also wäh-rend der Phase der Zellkernteilung. Dabei sollen vor allem Wachstums-regulierende Proteine identifiziert werden, die durch den Wnt-Signalweg ge-steuert werden und so möglicherweise zu Genomveränderungen beitragen wie sie auch in Krebszellen regelhaft beobachtet werden.

Die Forschungsprojekte der beiden Göttinger Arbeitsgruppen können zukünftig dazu beitragen, besser zu verstehen, wie der zentrale Wnt-Signalweg die Ent-wicklung von Geweben reguliert und wie die Tumorentstehung beim Menschen durch Veränderungen des Wnt-Signalwegs begünstigt werden.

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