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Überraschend plump

Fehlverhalten Überraschend plump

Der Schock muss allen kräfig in die Glieder gefahren sein und die Stimmen verschlagen haben. Über Wochen hat sich die Universität zu dem wissenschaftlichen Fehlverhalten einer erklecklichen Anzahl ihrer gestandenen oder angehenden Wissenschaftler in Schweigen gehüllt. Wissenschaftlicher Betrug an der Elite-Universität Göttingen macht sich nicht gut.

Um das zu verstehen, muss kein Mensch promoviert worden sein. Umso mehr versetzt es in Staunen, dass es bei der wissenschaftlichen Arbeit immer wieder Betrugsfälle gibt. Bei dem derzeitigen Göttinger Fall schockiert die Anzahl der Falschangaben wie die plumpe Methode. Noch dazu, weil das Projekt wissenschaftlich beste Beurteilungen hatte und die Forschungsvorhaben zum Klimawandel anerkannt waren. 

Macht in der Wissenschaft das Wettrennen um Preise, Erwähnungen als meistzitierte deutsche, europäische oder weltweite Forscher  oder die Gier nach Reputation gewissenlos? Welche Ursachen solch ein Verhalten hat, ist schwer zu sagen. Klar dagegen sind aber die Folgen: In diesem Fall werden die Georg-August-Universität und ihre Forscherinnen und Forscher den Schaden haben, weil der Betrugsfall im SFB 552 einen dunklen Schatten auf exzellente Arbeit von Unbeteiligten werfen wird.

Von Angela Brünjes

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