Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Uni Göttingen belegt Notwendigkeit von vielen Bestäuber-Arten

Honigbienen überschätzt Uni Göttingen belegt Notwendigkeit von vielen Bestäuber-Arten

Etwa ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion wird von Bestäubung beeinflusst – und herrscht ein Mangel an Bestäubern, fallen die Ernten oft sehr gering aus. Eine weltweite Studie mit Beteiligung der Universität Göttingen hat gezeigt, dass Pflanzen besonders viele Früchte und Samen hervorbringen, wenn möglichst viele unterschiedliche Arten frei lebender Bestäuber vorhanden sind.

Voriger Artikel
Göttinger Fachverband: Deutschkurse für ausländische Betreuungskräfte
Nächster Artikel
Uni Göttingen: Informationstage mit 150 Veranstaltungen und 60 Infoständen

Unterwegs in Niedersachsen: Honigbiene bei der Arbeit in Kirschblüten.

Quelle: Dröse

Göttingen. Honigbienen können diese wilden Bestäuber nicht ersetzen, sondern lediglich unterstützen: Die Forscher konnten nachweisen, dass der Blütenbesuch der wilden Bestäuber, insbesondere der Wildbienen, doppelt so effektiv ist wie der der Honigbienen.

Landwirtschaft hängt von vielen Leistungen der Natur ab, die keinen direkten Marktwert haben: von Zersetzungsprozessen im Boden, Wasserreinigung, natürlicher Schädlingskontrolle und der Bestäubung von Nutzpflanzen durch frei lebende Bestäuber. Dazu zählen Wildbienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Vögel und Fledermäuse . Die an der Studie beteiligten Agrarwissenschaftler der Universität Göttingen untersuchten sowohl Kaffee- und Kürbisplantagen in Indonesien als auch Erdbeerfelder und Kirschbäume in Südniedersachsen.

T. Tscharntke

Quelle:

Konzepte zur Förderung weltweiter Nahrungsmittelsicherheit

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine ertragreiche Landwirtschaft nicht ohne Artenvielfalt auskommt“, so Prof. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. „Es wäre sehr riskant, sich bei der Bestäubung von Nutzpflanzen alleine auf die vom Menschen gemanagten Honigbienen zu verlassen, deren Anzahl durch Parasiten und Pestizide in jüngerer Zeit stark beeinträchtigt wurde. Konzepte zur Förderung weltweiter Nahrungsmittelsicherheit sollten auch den Schutz frei lebender Bestäuber, namentlich der Wildbienen, berücksichtigen.“

Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 600 Felder mit 41 Nutzpflanzenarten aus 20 Ländern . Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Science erschienen.

pug

Wildbiene im Anflug auf Gurkenblüte: In Indonesien aufgenommen. © Motzke

Quelle:
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Große Bedeutung für Landwirtschaft

Schlagartig waren die Bienen von Walter Werner aus Tiftlingerode im vergangenen Jahr fort. Fünf Bienenvölker – einfach verschwunden, ausgeflogen, die Kästen leer.

  • Kommentare
mehr

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus