Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Uni Göttingen stellt ihre Sammlungen online

Virtuelles Museum der Wissenschaften Uni Göttingen stellt ihre Sammlungen online

Ein digitaler Klick auf den roten Knopf hat das Sammlungsportal der Universität Göttingen online freigeschaltet. Die bislang digitalisierten Objekte aus den 39 Einzelsammlungen der Universität, rund 25000 Objekte, sind nun auf einem Portal einsehbar und vielfältig nutzbar.

Moschusochsen und Känguru im Zoologischen Museum.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Ein digitaler Klick auf den roten Knopf hat das Sammlungsportal der Universität Göttingen online freigeschaltet. Die bislang digitalisierten Objekte aus den 39 Einzelsammlungen der Universität, rund 25000 Objekte, sind nun auf einem Portal einsehbar und vielfältig nutzbar.

Angesprochen werden damit Privatinteressierte ebenso wie Wissenschaftler. Über das Portal lassen sich zielgerichtet spezielle Objekte aus den einzelnen Sammlungen recherchieren – oder Objektgattungen betrachten, die Objekte aus unterschiedlichen Sammlungen zu einer gemeinsamen Thematik zusammenfassen. Im wahrsten Sinne sehenswert sind etwa die Fotografien, deren Löwenanteil (rund 1600) aus der Ethnologischen Sammlung stammt und faszinierende Einblicke in verschiedenste Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten weltweit ermöglicht.

Die Informationstiefe zu den einzelnen Objekten ist teils sehr umfassend, wie Karsten Heck, Referent für Sammlungsmanagement in der Zentralen Kustodie, am Beispiel der Kunstsammlung deutlich machte: Enthalten sind beispielsweise ausführliche Beschreibungen des Werks und Literaturlinks. Ergänzende Informationen, etwa zur Biografie eines Malers, sind aus externen Quellen wie der Deutschen Nationalbibliothek eingebunden.

Es war eine Mammutaufgabe, die 2014 begonnen hatte: 39 Sammlungen mit 72 Teilsammlungen und insgesamt über eine Million Objekte existieren an der Universität. 45 Kustoden mussten zusammengebracht und eine einheitliche Systematik für das neue Portal und damit die jeweils individuellen Sammlungstraditionen entwickelt werden.

Das in nur drei Jahren zu bewerkstelligen, hält Prof. Wolfram Horstmann, Direktor Uni-Bibliothek, für eine sehr gute Leistung. „Die auch dadurch möglich wurde, weil wir in Göttingen viele starke und technologisch hochentwickelte Partner haben.“ Zwar gebe es Bestrebungen zum Aufbau ähnlicher Portale auch an anderen Universitäten in Deutschland, „aber ich denke, wir sind da einen Schritt weitergekommen als bisher jede andere Universität“. Denn bislang existierten lediglich zentrale Portale, die zwar einen Überblick über die vorhandenen Sammlungen geben, aber diese nicht bis auf Ebene der Einzelobjekte erlebbar machen. Da hat Göttingen Neuland betreten. „Was ist in Göttingen unique?“, fragte Präsidentin Ulrike Beisiegel daher und lieferte gleich die Antwort mit: „Jetzt haben wir’s.“

Die Projektmittel für das Portal sind inzwischen erschöpft, ein systematisches Digitalisieren weiterer Objekte und damit einen zügigen Ausbau der digitalen Sammlung wird es erst einmal nicht geben, so Marie Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie. „Unser wichtigstes Ziel ist daher: Alles, was in Zukunft in einzelnen Sammlungen digitalisiert wird, soll gleich in die zentrale Datenbank aufgenommen werden.“

Sie wird also auf jeden Fall langsam und stetig weiter wachsen. Und auch auf Überraschungen müsse man sich einstellen, so Karsten Heck. „An einer Universität, an der 300 Jahre gesammelt wurde, entstehen gewissermaßen auch neue Sammlungen aus dem, was man in alten Kellern findet.“

Unter der Adresse sammlungen.uni-goettingen.de können außer hochwertigen Bildern auch Hintergrundinformationen zu den Objekten und ihrer Herkunft abgerufen werden.

Von Sven Grünewald

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus