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Uni Kassel: Umweltfreundlich mobil auf Leihfahrrädern

Busfahrgäste erhalten „Konrad“-Guthaben Uni Kassel: Umweltfreundlich mobil auf Leihfahrrädern

Nicht nur in Kassel setzen sich Leihfahrrad-Systeme durch. In der nordhessischen Stadt hat das System den Namen „Konrad“ und besteht seit März 2012. In einem Forschungsprojekt an der Universität Kassel wird das Potenzial umweltfreundlicher integrierter Mobilitätskonzepte untersucht und dabei findet auch Konrad Beachtung.

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Wird per Handy-Auftrag freigegeben: In Kassel buchen zwei Studentinnen Leihfahrräder des Systems „Konrad“.

Quelle: dpa

Kassel. Der Verkehr in Städten steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Während urbane Mobilität lange vor allem motorisierten Individualverkehr bedeutete, sind seit einigen Jahren Lösungen gefragt, die klimaverträglich sind und einen Verkehrskollaps verhindern helfen. Gleichzeitig eröffnen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien neue Möglichkeiten, Verkehrsträger zu vernetzen.

In zahlreichen Städten gibt es bereits Modelle, die zukunftsweisende Mobilität fördern und die Umweltbelastung verringern: Car-Sharing-Initiativen etwa oder Fahrradverleihsysteme wie das Kasseler „Konrad“. Einige sind bereits wissenschaftlich begleitet, „eine umfassende Analyse der umweltentlastenden Potenziale dieser innovativen Mobilitätskonzepte gibt es jedoch bislang nicht. Dies wollen wir leisten“, beschreibt Prof. Carsten Sommer, Leiter des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrssysteme an der Universität Kassel, den Ansatz.

Die Studie untersucht dafür den ökologischen Nutzen solcher Verkehrssysteme , etwa die Einsparung von Kohlendioxid. Im Ergebnis sollen für deutsche Städte konkrete Empfehlungen formuliert werden, welche Verkehrskonzepte Erfolg versprechen, wie sie am besten in den öffentlichen Verkehr integriert werden und welche ordnungspolitischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen förderlich sind.

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird mit rund 120     000 Euro im Rahmen des Umweltforschungsplanes vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt finanziert. Die fachliche Betreuung erfolgt durch das Umweltbundesamt (UBA).

Die Wissenschaftler analysieren im Auftrag des UBA vorliegende Daten bisheriger Studien. Ausgehend von diesen Erkenntnissen werden die Potenziale zur Verlagerung von privaten Pkw-Fahrten auf integrierte Verkehrskonzepte analysiert. Ein Beispiel für die gelungene Integration in den öffentlichen Verkehr ist das Kasseler Fahrradverleihsystem „Konrad“, bei dem Fahrgäste mit dem Kauf von Einzelfahrscheinen ein Guthaben für die Fahrradleihe erwerben.

Die Ergebnisse sollen bei künftigen Projekten in ganz Deutschland berücksichtigt werden. „In vielen deutschen Kommunen gibt es den Wunsch, intelligente Mobilitätsangebote umzusetzen“, sagt Sommer: „Oft herrscht aber eine gewisse Ratlosigkeit, welche Ansätze am vielversprechendsten sind. Hier wollen wir Orientierung bieten.“

Das Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel hat die Projektleitung inne. Um juristische Anforderungen zur Umsetzung der Konzepte zu klären, ist das Fachgebiet Öffentliches Recht der Uni Kassel unter Leitung von Prof. Alexander Roßnagel beteiligt. Darüber hinaus unterstützt der Bundesverband Car-Sharing das Forschungsvorhaben. Inzwischen gibt es, von Firmen oder den Kommunen angeboten, Leihfahrräder in Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg oder Essen.

uka

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