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Uni-Präsidentin über ihre zweite Amtszeit

Beisiegel seit 2011 an der Spitze Uni-Präsidentin über ihre zweite Amtszeit

Göttingen. Die zweite Amtszeit von Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel hat begonnen. Die Biochemieprofessorin wurde im Herbst 2015 für eine zweite Amtszeit ab 2017 gewählt. An oberster Stelle ihrer Ziele steht „die erfolgreiche Teilnahme an der nächsten Exzellenzinitiative“, erklärte die 64-Jährige.

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Amtseinführung im Januar 2011: Blumen von Wilhelm Krull, Vorsitzender des Stiftungsrates der Universität Göttingen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Beisiegel will die zweite Amtzeit nutzen, um die Georg-August-Universität in weiteren Bereichen zu modernisieren. Der innere Strukturwandel mit der Modernisierung der Hochschulverwaltung ist eines ihrer Anliegen: „Die Organisation als solches soll besser und professioneller werden“, erklärte sie im Tageblatt-Gespräch.
An allen Hochschulen ist es nach Ansicht von Beisiegel nötig, dem gesellschaftlichen Wandel eine Richtung zu geben. Das erforderten der zunehmende Populismus. „Es ist wichtig, die Wissenschaft dafür einzusetzen, dass weder extreme Parteien noch Personen Oberhand gewinnen“. Das sei eine wesentliche Aufgabe der Universitäten, betonte Beisiegel: „Wir Wissenschaftler müssen uns mehr als bisher auch einmischen“. Mit den Konferenzen für Nachhaltigkeit und Entwicklung hat Beisiegel während ihrer ersten Amtszeit ein Forum geschaffen, im dem der Diskurs über wichtige gesellschaftliche Themen geführt wird.

2013: Vorlesung bei der Universität des dritten Lebensalters.

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Dass zu Beginn ihrer ersten Amtszeit die Bewerbung als Exzellenzuniversität nicht gelang, lässt Beisiegel in ihrer Bilanz nicht unerwähnt: „Trotz der nicht erreichten Exzellenz haben die Wissenschaftler weiter sehr gute Forschung gemacht und sehr gute Ergebnisse erhalten, so dass wir weiterhin unter den ersten führenden Universitäten in Deutschland sind.“ Die Vorbereitungen für den nächsten Wettbewerb der von Bund und Ländern ausgerichteten Exzellenzinitiative, haben begonnen. „Auf jeden Fall wollen wir zwei Cluster haben und dann erfolgreich den Antrag für die Exzellenzuniversität stellen“, benennt Beisiegel das oberste Ziel ihrer zweiten Amtszeit.
Die Internationalität der Georgia Augusta soll auch hinsichtlich der Lehre weiter vorangebracht werden. So werde die Internationalisierung der Curricula umgesetzt, um den Studierenden auch einen globalen Blick auf die Fächer zu ermöglichen. Verbessert werden soll die Digitalisierung der Lehre, wo sie sinnvoll ist. Keinesfalls solle dafür die persönliche Interaktion vernachlässigt werden, sagt Beisiegel. Zudem sei ein Gesellschaftswandel immer nur mit den jungen Menschen zu verwirklichen: „Deshalb müssen wir bei ihnen erreichen, dass sie sich mit den gesellschaftlich relevanten Themen und der wissenschaftlichen Meinung darüber auseinander setzen.“
Charakteristisch für Beisiegels erste Amtszeit war ihre Kontaktaufnahme mit Poltik, Wirtschaft und Kultur. „Es war schön für mich, dass ich die Universität Göttingen ein bisschen mehr in die Gesellschaft hinein öffnen konnte“, sagt die Präsidentin. Sie habe das Gefühl, dass die Universität inzwischen mehr zu Göttingen und der Region gehöre.

Ulrike Beisiegel

Ulrike Beisiegel (64) wechselte 2011 von einer Stelle als Biochemieprofessorin an der Universität Hamburg nach Göttingen. Mit ihr hat erstmals eine Frau das Präsidentenamt der Georgia Augusta übernommen und mit ihr kam auch erstmals eine externe Bewerberin in das Amt. Ihre zweite Amtszeit hat am 1. Januar 2017 begonnen. Das Niedersächsische Hochschulgesetz sieht vor, dass Präsidenten die Altersgrenze mit Vollendung des 68. Lebensjahres erreichen. Als Präsidentin vertritt sie die Hochschule nach außen, führt den Vorsitz im Präsidium, das neben Stiftungsrat und Senat das zentrale Organ der Hochschule ist.

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