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Unicef-Hochschulgruppe: Mariele Ecke besucht Projekte der Kampagne „Wasser wirkt“

Sauberes Trinkwasser Unicef-Hochschulgruppe: Mariele Ecke besucht Projekte der Kampagne „Wasser wirkt“

Sie ist schon in vielen Ländern gewesen. Nicht im europäischen Ausland – eher weiter weg. So war Mariele Ecke in Indonesien und während ihres Lehramtsstudiums in Australien. In den USA hat sie sich für einen Platz als „Assistant Tea­cher“ beworben. Nun war die Göttingerin für mehrere Tage in Kambodscha, um als ehrenamtliche Mitarbeiterin für Unicef das Projekt „Wasser wirkt“ zu unterstützen.

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Zu Gast in Kambodscha: Mariele Ecke (rechts) mit Kindern in einem Kindergarten.

Quelle: Grass

Die 28-Jährige, die Unicef in Göttingen schon häufiger unterstützt hat, bewarb sich bei der weltweiten Unicef-Kampagne „Wasser wirkt“. Deren Ziel: Fast 500 000 Kinder mit sauberem Trinkwasser, Latrinen und Informationen über Hygiene zu versorgen. Neben vier weiteren Ländern gehört Kambodscha zu den von der Kampagne unterstützten Gebieten.

Ecke erläutert: „Eine Unicef-Kampagne läuft meistens zwei Jahre.“ In dieser Zeit organisiert Unicef eine Reise in eines der betroffenen Länder. Für diese Reise werden in Deutschland Ehrenamtliche gesucht, die sich zuvor mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und geleisteten Engagement beworben haben.

Ecke wurde unter vielen ausgewählt und flog als jüngste von zehn Ehrenamtlichen nach Kambodscha. „Wir haben uns dort sieben Tage lang Unicef-Projekte angeguckt“, berichtet sie. Die Gruppe besichtigte die von Unicef gebauten Latrinen und sprach mit den Bewohnern vieler Dörfer. Dabei war es den Ehrenamtlichen wichtig zu erfahren, ob die Menschen die Bedeutsamkeit vom Händewaschen nach den Stuhlgang verstehen und dieses Wissen auch weitertragen.

Toiletten fehlen

„In den Schulen, in denen wir waren – wo diese Latrinen schon erstellt worden sind – konnten wir sehen, dass die Wichtigkeit des Waschens von den Schülern angenommen und auch weitergetragen wird“, berichtet die engagierte Frau. „Schön war, wie die Schüler uns die Latrinen und Waschbecken voller Freude zeigen wollten und dass sie uns stolz die fünf Schritte des Händewaschens mit dem ,Wash-Song’ vorgeführt haben“.

Trotz der Unicef-Hilfe leben in Kambodscha viele Familien in kargen Hütten, die nur aus einem Raum bestehen. Ihre Notdurft verrichten viele – wenn noch keine Latrinen errichtet worden sind – im nahegelegen Dickicht. Erkrankungen sind programmiert. Ecke berichtet betroffen von einer alten Frau, die eine improvisierte Toilette in ihrem Haus hat.

Diese besteht aus einem großen Behälter, auf dem eine Art Toilettenschüssel fixiert ist. Die alte Frau klettert laut Ecke auf das Konstrukt, dass direkt neben ihrem Geschirr steht, und verrichtet ihre Notdurft.

Um gegen solche Zustände etwas zu tun, engagiert sie sich bei Unicef. Begonnen hat Ecke ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei der Unicef-Arbeitsgruppe in Göttingen. Später gründete sie die Hochschulgruppe des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen an der Universität Göttingen. Diese besteht zur Zeit aus knapp zehn Mitgliedern im Alter von 18 bis 33 Jahren.

Die Mitglieder organisieren viele Aktionen bei denen Spenden gesammelt oder Informationen über Unicef weitergeben werden.

Von Friedrich Schmidt

Ihre Erlebnisse schildert Mariele Ecke in Vorträgen ( hochschulgruppe@goettingen.unicef.de).
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