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Neues Zentrum für neuromuskuläre Erkrankungen

Universitätsmedizin Göttingen Neues Zentrum für neuromuskuläre Erkrankungen

Patienten aller Altersstufen mit neuromuskulären Erkrankungen können sich an das neu gegründete Neuromuskuläre Zentrum (NMZ) wenden, das die Universitätsmedizin Göttingen gegründet hat. Die Leitung haben die Professoren Ekkehard Willichowski, Jens Schmidt und MIchael Sereda.

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Leiten das Neuromuskuläre Zentrum der Universitätsmedizin Göttingen: Ekkehard Willichowski, Jens Schmidt und MIchael Sereda (von links).

Quelle: r

Göttingen. Patienten aller Altersstufen mit neuromuskulären Erkrankungen können sich an das neu gegründete Neuromuskuläre Zentrum (NMZ) wenden, das die Universitätsmedizin Göttingen gegründet hat. Die Leitung haben die Professoren Ekkehard Willichowski, Jens Schmidt und MIchael Sereda.

Muskelschwäche und Muskelschwund sind wesentliche Krankheitszeichen von „neuromuskulären Erkrankungen“. Etwa 650 verschiedene Erkrankungen werden unterschieden.

Lebensqualität verbessern

„Bislang sind nicht alle neuromuskulären Erkrankungen heilbar. Trotzdem können durch eine symptomatische Therapie die Lebensqualität und auch -dauer meistens deutlich verbessert werden. Bei jedem Verdacht auf eine neuromuskuläre Erkrankung ist es deshalb wichtig, alle diagnostischen Möglichkeiten zu nutzen, um bestehende Therapiemöglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen“, sagt Prof. Jens Schmidt, Leiter des an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) neu etablierten Neuromuskulären Zentrums (NMZ). Mit der Gründung dieses medizinischen Kompetenzzentrums erweitert die UMG ihr bisheriges Versorgungsangebot für Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen: Das NMZ an der UMG ist zentrale Anlaufstelle für Patienten aller Altersstufen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Um eine gesicherte Diagnose und die bestmögliche Therapie zu erhalten, werden Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen in spezialisierten Sprechstunden interdisziplinär betreut und behandelt. Neben der Patientenversorgung widmet sich das NMZ der UMG der klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Forschung sowie der studentischen Lehre im Bereich der neuromuskulären Erkrankungen.

Das neue Neuromuskuläre Zentrum an der UMG bietet Patienten mit neuromuskulä-ren Erkrankungen eine fächerübergreifende Diagnostik und Behandlung an. Dafür steht im NMZ die gesamte diagnostische und therapeutische Kompetenz der Universi-tätsmedizin zur Verfügung. Insgesamt arbeiten 18 Kliniken und Institute der UMG sowie aus der Region eng zusammen.

Europäisches Referenzzentrum

Das neue NMZ der UMG ist als europäisches Referenzzentrum für seltene neuromuskuläre Erkrankungen akkreditiert. Es gehört damit zu den 61 Top-Zentren in Europa. Sie geben bei der Behandlung von neuromuskulären Erkrankungen den Takt vor, indem sie zum Beispiel Behandlungsrichtlinien entwickeln. Nationale und internationale Kooperationen und wissenschaftliche Projekte ergänzen die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit verschiedenen Kliniken und Instituten innerhalb und außerhalb der UMG.

Informationen über das neue Zentrum

Ein Symposium soll über das Versorgungsspektrum des neuen Zentrums sowie über aktuelle Entwicklungen in der Diagnostik und Behandlung von neuromuskulären Erkrankungen informieren. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 23. August, von 16 bis 20 Uhr im Universitätsklinikum Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, in Hörsaal 542.

Von Angela Brünjes

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