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Vorbeiflug der Rosetta ermöglicht Aufnahmen mit MPS-Kamera

Fotos der Erde Vorbeiflug der Rosetta ermöglicht Aufnahmen mit MPS-Kamera

Eine Spezialkamera an der ESA-Raumsonde Rosetta hat 250 Fotos von der Erde produziert. Mit einer Geschwindigkeit von 50    000 Kilometern pro Stunde flog die Sonde an der Erde vorbei. Diesen Vorbeiflug nutzten die Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau, um spektakuläre Bilder zu machen.

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Aus 350 000 Kilometern Entfernung Blick auf die Süd-Halbkugel: Der Pazifische Ozean.

Quelle: mps

Das Kamera-System „Osiris“ wurde unter Federführung des MPS von einem europäischen Konsortium entwickelt und gebaut. „Wir benutzten die Weitwinkel- und Telekamera für diese Aufnahmen und sind von der einzigartigen Qualität einfach begeistert“, erklärt MPS-Projektleiter Dr. Holger Sierks. „Wir kombinieren jeweils drei Bilder mit unterschiedlichen Filtern zu einem Farbbild. Man erhält dadurch zusätzliche Informationen“, so Sierks weiter.

Der Vorbeiflug an der Erde in der vergangenen Woche ist bereits der dritte dieser Art. Jeder dieser sogenannten „Swingbys“ an dem Planeten gibt der Raumsonde erneut Schwung, um das Ziel, den Kometen 67/P Churyumov-Gerasimenko (67/P C-G), zu erreichen.
Ohne diesen zusätzlichen Schub wäre dies unmöglich. „Osiris hat nicht nur Bilder der Erde, sondern auch zirka 80 Aufnahmen des Mondes gemacht, die momentan ausgewertet werden. Diese Bilder sind sehr wichtig um die Einstellungsmöglichkeiten der Kamera zu testen“ berichtet Dr. Stubbe Hviid, „Osiris“ Operationsmanager am MPS.

Rosettas Augen einschalten
Auf dem Weg zum Kometen wird die Raumsonde im Juli 2010 an einem Asteroiden namens Lutetia vorbeikommen. Es ist der größte Asteroid an dem je eine Raumsonde vorbeigeflogen ist. „Auch dort werden wir natürlich die ‚Augen‘ von Rosetta wieder einschalten und scharfe Bilder des Himmelskörpers machen“, sagt Dr. Horst Uwe Keller, Principal Investigator von „Osiris“, unter dessen Regie die Kamera in den neunziger Jahren entwickelt wurde.
Nach zehn Jahren Flugzeit wird Rosetta im 2014 ihr eigentliches Ziel, den Kometen 67/P C-G, erreichen. Sobald die Sonde in eine Umlaufbahn um den Kometen eingeschwenkt ist, wird „Osiris“ mit der Katalogisierung und wissenschaftlichen Untersuchungder Kometenoberfläche beginnen und einen geeigneten Landeplatz für das Landemodul „Philae“ suchen.

mps/jes

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