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Keine klaren Gewinner

StuPa-Wahlen in Göttingen Keine klaren Gewinner

Nach den Hochschulwahlen an der Universität Göttingen ist unklar, wer künftig die Studierendenvertretung stellt. Die bisherige Koalition und die Opposition liegen nach Auszählung der Stimmen für das Studierendenparlament gleichauf - und einige Neueinsteiger sorgen für Furore.

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Traditionell teilt Ralf Buhre, Mitarbeiter der Universitäts-Rechtsabteilung, die Wahlergebnisse den Studierenden mit.

Quelle: R

Göttingen. Für Kay Tuschen war nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses klar: "Die bisherige Koalition ist abgewählt." Tuschens Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) kommt wie bisher auf 21 Sitze, der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) auf zehn statt zuvor neun Sitze. Damit hat die bisherige Opposition 31 Sitze.

Genausoviele erhielt die bisherige AStA-Koalition: Die Juso-Hochschulgruppe hat statt zuvor elf dieses Jahr 13 Sitze, die Grüne Hochschulgruppe (GHG) bleibt mit 13 Sitzen unverändert. Die Basisgruppenliste (BGL) verschlechterte sich um zwei Mandate auf zwei Sitze. Schwarz-Rot-Kollabs (SRK) bekam wie zuvor einen, auch "die Partei"-Hochschulgruppe hat unverändert zwei Sitze im Studierendenparlament. Die neu angetretene Hochschulgruppe "Nerdcampus" erhielt außerdem einen Sitz.

Kurz vor Bekanntgabe der StuPa-Wahl-Ergebnisses: Hochschulpolitiker grübeln angesichts der Ergebnisse der Fachschaftsparlamente.

Quelle: Höland

Weil die Mehrheitsverhältnisse im Studierendenparlament für die Wahl des Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) entscheidend sind, könnten "Nerdcampus" den Ausschlag geben - zu möglichen Koalitionspartnern wollte sich Merten Dahlkemper, einer der zwei Kandidaten, aber nicht äußern. Angesichts des Lagerwahlkampfs in der Studierendenschaft sagte er: "Wir wollen uns nicht klar positionieren", und versprach stattdessen "sachorientiert" abzustimmen.

Die Verteilung im Tortendiagramm.

Quelle: GT

Auch andere Hochschulgruppen halten sich mit Koalitionsaussagen zurück: "Wir können mit allen und müssen mit niemandem", sagte Tuschen. Silke Hansmann (Jusos) blieb unspezifisch, sagte aber "wir wollen die Arbeit im AStA fortführen." Die GHG hat sich nach Auskunft ihrer Spitzenkandidatin Vivien Bohm noch nicht auf Koalitionspartner festgelegt. Gleiches gilt für "Die Partei"-Hochschulgruppe.

Warum die bisherige Koalition nicht mehr ausreichend Stimmen hat, ist derweil unklar: Tuschen mutmaßte, dass zahlreiche eher linkspolitisch orientierte Vorträge nicht die Masse der Studierenden angesprochen hätten. Auch Marleen Grösche (RCDS) wertete das Ergebnis als "deutliches Zeichen" unzufriedener Studierender. "Das Wahlergebnis zeigt, dass die eigentliche Arbeit im AStA wenig Einfluss hat, es geht nur um den Wahlkampf", sagte hingegen Bohm.

Auch die Gruppe "Nerdcampus" teilte nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses mit, ihr Wahlkampf sei ein Experiment gewesen, um herauszufinden, ob "Studis uninformiert wirklich einfach nur irgendetwas ankreuzen". Dass sie mit minimalstem Wahlkampf einen Sitz erhalten haben, wertet "Nerdcampus" als Beleg der These - was durchaus zum Tag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump passe, so die Gruppe weiter.

Von Christoph Höland

Semestertickets bestätigt

Bei einer Urwahl haben die Studierenden außerdem für die Fortführung ihrer drei Semestertickets gestimmt. Nach Auskunft des AStA votierten 82,17 Prozent für das Bahnsemesterticket, 77,28 Prozent für das Bussemesterticket und 74,75 Prozent für das Kulturticket.

Die Ergebnisse der Wahlen zu den Fachschaftsparlamenten finden Sie zeitnah auf https://www.uni-goettingen.de/de/4158.html

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