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Buhlen um Stimmen

Uni-Wahlen Buhlen um Stimmen

Mehr als 30 000 Wahlberechtigte und diverse Gremien, die es zu besetzen gilt: Angesichts der ab Dienstag, 17. Januar, durchgeführten Hochschulwahlen hat an der Universität Göttingen der Wahlkampf begonnen. Wie immer besonders umkämpft: die studentische Interessenvertretung, der AStA.

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Die Göttinger Studenten sind aufgefordert, ihre Interessenvertretung, den AStA, zu wählen.

Quelle: DPA

Göttingen. Als erste Hochschulgruppe haben die Jusos jetzt den Wahlkampf eingeleitet, in den kommenden Tagen wollen die anderen Hochschulgruppen folgen. Dann bietet sich im zentralen Hörsaalgebäude das Bild, wie es auch bei den vergangenen Wahlen zu erleben war: Auf der einen Seite werden Waffeln verschenkt, auf der anderen Kaffee und Glühwein – jeweils versehen mit einer Wahlempfehlung.

Insgesamt buhlen in diesem Jahr sieben Hochschulgruppen um die Stimmen der Studierenden bei der Wahl zum Studierendenparlament, dass den Allgemeinen Studenten  Ausschuss (AstA) wählt. Mit knapper Mehrheit stellte den AStA in der vergangenen Wahlperiode eine Koalition aus Juso-Hochschulgruppe, Grüner Hochschulgruppe (GHG), Basisgruppenliste

(BGL) und den Hochschulgruppen „Die Partei“ und „Schwarz-Rot-Kollabs“(SRK).Die Bilanz der AStA-Gruppen fällt – wenig überraschend – positiv aus: Die AStA-Vorsitzende Vivien Bohm (GHG) freut sich über angebotene Serviceleistungen wie „die Aushandlung der Semestertickets, die Sozialberatungen und die Betreuung der Erstsemester-Studierenden“.

Die demokratische Universität

Wie fast alle Universitäten in Deutschland durchzieht die Universität Göttingen ein Geflecht aus Mitbestimmungsstrukturen. Die Unterschiedlichen Statusgruppen wie Studenten, Mitarbeiter und Professoren haben dabei eigene Gremien, die jeweils zu Jahresanfang gewählt werden. Für die Studierenden zentral sind die Fachschaften als Interessenvertretung auf Fakultätsebene und der AStA als Vertretung der gesamten Studierendenschaft. Der AStA verfügt dabei über ein Budget von rund 300 000 Euro, das er zur Vertretung der Interessen der Studierenden in Gremien und gegenüber der Politik sowie für Kulturveranstaltungen verwenden kann. Außerdem verwaltet er die Beiträge für die Semester- und Kulturtickets, die der AStA jährlich mit Verkehrsgesellschaften und Kultureinrichtungen aushandelt.

Zugleich betonen alle AStA-Gruppen ihr Engagement gegen Veranstaltungen des rechtsextremen „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ und das im vergangenen Jahr breite Angebot an Bildungsveranstaltungen. Der CDU-nahe Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) sieht in den zahlreichen Vorträgen, unter anderem zu Feminismus, Rassismus und Ökologie allerdings „linke Klientelpolitik“. Auch die Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF) spricht von „Linksverblendung“ des AStA. Unter anderem habe das Gremium verschlafen, dass die Rechtsabteilung Studierende wegen der Einreichung von „Gefälligkeitsattesten“ unter Generalverdacht gestellt habe, schreibt die ADF in ihrem Wahlprogramm.

Während die ADF deshalb „weniger Veranstaltungen mit Klientelcharakter“ verspricht und stattdessen „Service-Angebote und Interessenvertretung“ wieder in den Mittelpunkt rücken möchte, geht der RCDS einen Schritt weiter: „Eine Studentenvertretung sollte sich ausschließlich mit studentischen Themen befassen“, erklärt Marleen Grösche, Vorsitzende des RCDS Göttingen.

„Für uns ist das allgemeinpolitische Mandat zentral“, sagt hingegen Silke Hansmann von der Juso-HSG. Wie die anderen Hochschulgruppen aus dem jetzigen AStA wollen sich die Jusos deshalb für „kompetente Servicearbeit“ und „die politischen, sozialen und kulturellen Belange der Studierenden“ einsetzen. Die Schwerpunkte dieser Hochschulgruppen variieren, wobei SRK und „Die Partei“ betont satirisch auftreten.

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