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„Wer bezahlt die Wissenschaft?“

Wissenschaftsmanager diskutieren über Exzellenzinitiative „Wer bezahlt die Wissenschaft?“

Deutsche Wissenschaftler haben sich besorgt geäußert, dass nach Auslaufen der Exzellenzinitiative für die Hochschulen 2017 nicht rechtzeitig Nachfolgeprogramme zur Verfügung stehen, um die Finanzierung der Spitzenhochschulen sicherzustellen.

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Quelle: dpa

Göttingen. Bei einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Privatinitiative – Grundversorgung – Freier Markt – Wer bezahlt die Wissenschaft?“ bei der Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) in Göttingen, sagte der Präsident der privaten Jakobsuniversität in Bremen, Prof. Joachim Treusch: „Die Exzellenzinitiative kann nicht alles gewesen sein. Ich sehe mit Sorge, was sich ergeben wird, wenn die jetzt ausgezeichneten Hochschulen nach 2017 in ein finanzielles Loch fallen.“ Schon jetzt müssten in der Politik Pläne entwickelt und verabschiedet werden, um rechtzeitig die Konzepte und die Finanzierung an den betroffenen Hochschulen zu sichern.

Der Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung, Dr. Wilhelm Krull, und der Forschungsvorstand der Bayer AG, Prof. Wolfgang Plischke unterstützten ausdrücklich die Forderungen des Bremer Hochschulpräsidenten. „Wir brauchen bei der Zusammenarbeit mit Forschern an Hochschulen exzellente Partner in Deutschland“, betonte Plischke. Sein Unternehmen sei weltweit aufgestellt, habe dennoch den Schwerpunkt der Forschung und Kooperationen in Deutschland, weil man damit die besten Erfahrungen gemacht habe.

Die Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Dorothee Dzwonnek, berichtete, dass die größte deutsche Organisation der Forschungsförderung in Zukunft auch verstärkt risikoreiche Forschungsprojekte fördern wolle, bei denen im Voraus nicht sicher mit positiven Ergebnissen zu rechnen sei. „In Deutschland sind bisher die Banken die einzigen, die Geld in Risikoprojekten verschleudern“, sagte die DFG-Generalsekretärin, „wir sollten das viel mehr für die Forschung einführen.“ Denn der Nutzen, der sich aus erfolgreichen Risikoprojekten ziehen lassen komme der gesamten Gesellschaft zugute.

Die am Dienstag zu Ende gegangene GDNÄ-Tagung stand fünf Tage unter dem Motto „Gesellschaft braucht Wissenschaft – Wissenschaft braucht Gesellschaft“. Rund 50 Forscher und Experten aus verschiedenen Bereichen sprachen über Wechselwirkungen von Wissenschaft und Gesellschaft an den Beispielen Mobilität, Kommunikation und Interaktion. Die 127. Jahresversammlung in Göttingen besuchten mehr als 1000 Teilnehmer.

rk/jes

gdnae.de

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