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Wissenschaft soll Emotionen wecken

Älteste interdisziplinäre Gesellschaft Wissenschaft soll Emotionen wecken

Was haben der Naturforscher Alexander von Humboldt, der Astronom Carl Friedrich Gauss, der Erfinder Werner von Siemens, der Physiker Albert Einstein, der Mediziner Rudolf Virchow, der Biochemiker Adolf Butenandt und die Biologin Christiane Nüsslein-Vollhard gemeinsam?

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Albert Einstein: 1909 stellt der Physiker seine Relativitätstheorie auf einer GDNÄ-Tagung vor.

Quelle: dpa

Göttingen. Alle standen einmal an der Spitze der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ). Diese wurde 1822 in Leipzig gegründet und ist nach eigenen Angaben die älteste und mit 4000 Mitgliedern größte interdisziplinäre Wissenschaftsvereinigung in Deutschland. Erstmals seit 1854 tagt die GDNÄ jetzt wieder in Göttingen.

Das Besondere an dem hochkarätig besetzten Kongress: Alle Vorträge sind öffentlich und damit auch für interessierte Laien zugänglich.Die GDNÄ-Tagungen finden alle zwei Jahre statt. Der Göttinger Kongress, zu dem mehr als 1000 Teilnehmer erwartet werden, ist die 127. Versammlung der 190 Jahre alten Wissenschaftsvereinigung. Von Freitag, 14. September, bis Dienstag, 18. September, werden 50 Wissenschaftler und weitere Experten im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen aktuelle Forschungen und Entwicklungen aus den Bereichen Themen Mobilität, Kommunikation und Interaktion präsentieren und darüber diskutieren.

Die Tagung steht in einer großen Tradition. Bei GDNÄ-Versammlungen wurde auch schon Wissenschaftsgeschichte geschrieben: 1909 beispielsweise stellte Albert Einstein bei einer GDNÄ-Tagung erstmals öffentlich seine Relativitätstheorie vor. Das diesjährige Leitmotiv „Gesellschaft braucht Wissenschaft – Wissenschaft braucht Gesellschaft“ solle auch auf ein Manko aufmerksam machen, sagte  DGNÄ-Präsident Prof. Ludwig Schultz, Dresden. Bislang finde die Wissenschaft zu wenig Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, weil sie kaum Emotionen wecke. Die Tagung solle auch dazu beitragen, das „emotionale Vakuum“ rund um die Forschung zu füllen.   Die Themen reichen von Raumfahrt, Nano- und Informationstechnologien, Neurowissenschaften und Krebsforschung bis hin zur Mobilität der Zukunft.

Der Kongress diene vor allem dem Diskurs, sagte der Göttinger Physiker und örtliche Geschäftsführer der Veranstaltung, Prof. Konrad Samwer. Er richtet sich insbesondere auch an junge Menschen. Für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei, für andere Nichtmitglieder kostet die Tageskarte 35 Euro. Ein Blog im Internet wird über die interessantesten Vorträge berichten (gdnae.wordpress.com), außerdem gibt es aktuelle Kurzmeldungen über Twitter (twitter.com/gdnae).

An der Tagung nehmen auch mehr als 120 Oberstufenschüler aus mehreren Bundesländern teil, die vom Göttinger Experimentallabor Xlab betreut werden. Insgesamt hätten sich über 180 Schüler beworben, sagte Xlab-Leiterin Prof. Eva-Maria Neher. Für so viele Teilnehmer hätten aber die Kapazitäten der Göttinger Jugendherberge nicht ausgereicht. Die Schüler werden auch an einem Tag im Xlab experimentieren.

Bei zwei Vorträgen im Zentralen Hörsaalgebäude ist der Eintritt frei: Der Göttinger Chemieprofessor Herbert Roesky präsentiert „Chemie von ihrer schönsten Seite“ (Sonnabend, 15. September, 19 Uhr) und Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen spricht über Krebsverhütung durch Impfung (Montag, 17. September, 19.30 Uhr).

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gdnae.de

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