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Am Zukunftskonzept festhalten

Folge 11 (Ende) Am Zukunftskonzept festhalten

Als einzige Hochschule in Niedersachsen wurde die Universität Göttingen im Oktober 2007 bei der ersten Runde der sogenannten Exzellenzinitiative in den Kreis der Elite-Unis aufgenommen worden. Mit ihrem zweiten, weiterführenden Konzept „Tradition – Innovation – Autonomie.

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Ausstellung im Jubiläumsjahr: Die „Dinge des Wissens“ mit besonderen Stücken aus den Sammlungen der Universität.

Quelle: Heller

Göttingen Spirit – Freiraum für neues Denken“ wurde die Hochschule im Juni 2012 allerdings nicht mehr berücksichtigt. An ihrem Zukunftskonzept will die Universität aber festhalten.

Seit 2007 erhielt die Georgia Augusta eine zusätzliche Förderung von rund 70 Millionen Euro. Eine von vier Säulen des Konzepts ist die Nachwuchsförderung („Brain Gain“). Mittlerweile sind sieben Courant-Forschungszentren auf dem Göttinger Campus entstanden, mit 19 Nachwuchsforschungsgruppen unter der Leitung junger Wissenschaftler. Die Leiter werden auf Juniorprofessuren berufen und erhalten die Option auf eine unbefristete Professur.

Zum zweiten sollen etablierten Spitzenforschern gute Arbeits- und Forschungsbedingungen geboten werden, um sie dauerhaft an der Universität halten zu können („Brain Sustain“). Zu solchen Angeboten gehören etwa die Freistellung für ein Forschungsjahr (Sabbatical) oder Mittel für eine bessere Ausstattung.

Zur Stärkung der Geisteswissenschaften hat die Universität außerdem das sogenannte Lichtenberg-Kolleg in der alten Gauß-Sternwarte eingerichtet. Dort arbeiten die „Fellows“, die zu Gastaufenthalten nach Göttingen kommen. Viertes Element im Göttinger Zu­kunfts­konzept ist das Projekt Göttin­gen In­ternational, mit dem verstärkt ausländische Forscher nach Göttingen geholt werden sollen. Die Universität hat Auslandsrepräsentanzen in China, Korea und Indien aufgebaut. All diese Teile sollen weiter ausgebaut werden. Einen wesentlichen Anteil hat auch der weitere Ausbau des Göttingen Research Campus, in dem seit 2006 die Universität, die Max-Planck-Institute und weitere Forschungsinstitute zusammenarbeiten. Hier sollen neue Partnerschaften gebildet werden. Geplant war ein sogenanntes Y-Lab, ein geisteswissenschaftliches Pendant zum naturwissenschaftlichen X-Lab, um den Nachwuchs an die Wissenschaft heranzuführen.

In den weiteren Förderlinien hat die Universität Göttingen Fortsetzungsanträge für die Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) gestellt. Die Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen (GSGG) um die Geisteswissenschaftliche Nachwuchsakademie (GEWINA) soll erweitert werden. Außerdem gibt es einen Fortsetzungsantrag für das Exzellenzcluster „Mikroskopie im Nanometerbereich“.  Die Graduiertenschule für Neurowissenschaften und das Exzellenzcluster werden weiterhin aus Mittel der Exzellenzinitiative gefördert.

Das Zukunftskonzept sei für die Universität entworfen worden und nicht für die Exzellenzinitiative, betont Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel. Diskutiert werden müsse nun allerdings, welche Maßnahmen realisiert werden können und woher die Universität das Geld bekommt. Unterstützung verspricht Niedersachsens Wissenschaftsministerin Prof. Johanna Wanka (CDU): das Land Niedersachsen wolle 50 Prozent der entgangenen Fördergelder aufbringen. 30 Millionen Euro soll die Georgia Augusta bis 2017 aus der Volkswagen-Stiftung erhalten.

Ein Baustein der Bewerbung bei der Exzellenzinitiative liegt der Uni-Präsidentin und der Stadt Göttingen besonders am Herzen. Die Einrichtung eines Göttinger Wissenshauses. „Das neu geplante Wissenshaus, in dem wir unsere herausragenden wissenschaftlichen Sammlungen präsentieren wollen, werden wir gemeinsam mit der Stadt Göttingen und regionalen Partnern in jedem Fall realisieren“, so Beisiegel.

Von Christiane Böhm

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