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Vielfältig wie die Göttinger Wissenschaft

Nacht des Wissens Vielfältig wie die Göttinger Wissenschaft

Eine Nacht des Wissens hat die Universität zum Abschluss des 275 Jubiläumsjahres organisiert.  Am Sonnabend, 24. November, stellen sich von 17 bis 24 Uhr mit mehr als 200 Veranstaltungen die 13 Fakultäten, die Sammlungen und Bibliotheken sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vor. In Teil vier geht es um die Veranstaltungen in der Innenstadt.

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Beherbergt die Zeichnungen und Skizzen Eduard Bendemanns: Kunstsammlung im Auditorium an der Weender Straße.

Quelle: EF

Göttingen. Die Nacht des Wissens ist auch eine Nacht für den Wissenschaftsstandort Göttingen, der von den Einrichtungen der Universität durchwoben wird. Besonders deutlich wird dies in der Innenstadt, die eine beeindruckende Vielfalt von Programmpunkten bereithält.
Das herausragendste Merkmal sind die zahlreichen universitären Sammlungen, die ihre Tore öffnen. Im Musikwissenschaftlichen Seminar führt der Kustos Klaus-Peter Brenner durch die Musikinstrumentensammlung, die zu den größten ihrer Art in Deutschland zählt.
Der Gartenkustos Michael Schwerdtfeger kann seinen Besuchern hingegen andere Reize bieten: Der Alte Botanische Garten schließt normalerweise bei Dunkelheit. Dies ist in der Nacht des Wissens natürlich nicht der Fall, mit Taschenlampe im Gepäck können die Gewächshäuser erkundet werden. Der Schwerpunkt liegt bei der Flora des Regenwaldes.

Eine Ausstellungseröffnung ist auch zu feiern: Die Sammlung von Algenkulturen öffnet in dieser Nacht das erste Mal ihre Pforten. Mit Scheinwerferlicht und durch das Mikroskop können Kleinstlebewesen beobachtet werden, die im Gartenteich oder im Meer heimisch sind. Für den Besuch der Veranstaltungen in der Sammlung für Algenkulturen und im Alten Botanischen Garten ist jeweils eine Voranmeldung erforderlich.

Kunstinteressierte können im Auditorium in der Weender Landstraße über 100 Zeichnungen und Skizzen Eduard Bendemanns begutachten, der im 19. Jahrhundert vor allem durch seine Historienbilder Popularität erlangte. Der Einblick in frühere Stadien seiner Werke erlaubt einen besonderen Einblick in künstlerische Schaffensprozesse. Das Zoologische Museum wartet hingegen weniger mit optischen Reizen auf. Hier gibt es unter anderem eine Fühlkiste und eine Hörstation mit verschiedenen Tierstimmen.
Die Ethnologische Sammlung hat gleich mehrere Programmpunkte im Angebot. Gundolf Krüger informiert in einem Vortrag über mumifizierte Köpfe der Maori, danach kann das Museum mit Taschenlampen durchleuchtet werden. Früher am Abend wird diese Art der Museumserkundung speziell für Familien angeboten.

Von der Besonderheit des Bereichs Innenstadt kündet auch die Tatsache, dass hier die einzige Kirche ihre Türen öffnet. Die Universitätskirche St. Nikolai setzt auf eine Mischung aus Musik und Wissenschaft: So erklingen Motetten Johann Sebastian Bachs sowie Orgelmusik. Zusätzlich setzt sich Prof. Volker Gerhardt aus Berlin mit der Verbindung zwischen Glauben und Wissen auseinander und erörtert, warum er beides als vereinbar betrachtet. Eine kunsthistorische Kirchenführung ergänzt das Angebot.

Im Historischen Gebäude der Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) in der Paulinerkirche wird ein Film über den Göttinger Astronomen Tobias Mayer gezeigt. Außerdem können sich Besucher ein Bild von aktuellen Restaurierungsmaßnahmen machen.
Das Archäologische Institut bietet Rundgänge an, auf denen griechische und römische Skulpturen gezeigt werden. Außerdem können Besucher unter Anleitung der Restauratorin Jorun Ruppel Gipsabdrücke erstellen und sich über die neuesten Techniken dieser Konservierungsart informieren.

Das Theorie und Praxis verbindende Angebot der universitären Sammlungen beweist also, wie lebendig Museen sein können – besonders in der Nacht.

jro

Das vollständige Programm der Nacht des Wissens mit Stadtplan und den Telefonnummern für Anmeldungen ist abrufbar im Internet unter ndw.uni-goettingen.de
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