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Erste Göttinger Nacht des Wissens Kluges Geschenk

Kommentar

Kluges Geschenk

Die Vielzahl der Programmangebote wirkte magnetisch: Aus Stadt und Land kamen die Besucher, und viele Studierende verzichteten auf die Wochenend-Heimfahrt, um die erste Göttinger Nacht des Wissens nicht zu verpassen. Die Universität hatte den Anstoß für den groß angelegten Wissenstransfer gegeben – und die beiden Hochschulen und die Forschungsinstitute machten mit. Was der Wissenschaftsstandort Göttingen bietet, zeigte die siebenstündige Nacht des Wissens.

Taschenlampenführung in der Ethnologischen Sammlung am Theaterplatz: Jens Matuschek in Indianer-Kleidung erzählt vom Leben der amerikanischen Ureinwohner.

© Alciro Theodoro da Silva

Und sie zeigte auch, dass das Interesse an Forschung und Lehre ungebrochen ist. Wer, wie, was erforscht ist dabei ebenso von Interesse wie das Warum und Wozu. Mit Veranstaltungen wie der Nacht des Wissens wird nahezu jedes Wissensgebiet abgedeckt. Sie hat auch gezeigt, dass sich die Göttinger Wissenschaftler nicht im Elfenbeinturm verschanzen.

A. Brünjes

A. Brünjes

Das wäre auch zu schade, denn die Veranstaltungen am Sonnabend zeigten, dass Gäste wie Gastgeber mit Interesse und Spaß teilgenommen haben. Beklagt haben sich nur diejenigen, die nicht einsehen mochten, dass mancher Hörsaal, manche Führung wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Das nahmen die positiv gestimmten Zeitgenossen dagegen gelassen und ließen sich stattdessen etwas anderes nicht entgehen.

Es gab genug zu erleben, zu erfahren, zu erkunden. Mit dem nächtlichen Spektakel hat die Universität zum Abschluss ihres Jubiläumsjahres den an Forschung interessierten Südniedersachsen ein kluges Geschenk gemacht.

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Ausstellung „Dinge des Wissens“

Wattestopfen, Wachspapier, Gummiband – damit sind viele der Reagenzgläser mit Algen in Reinkultur leicht luftdurchlässig verschlossen. Die Sammlung der Algenkulturen der Universität ist zur Nacht des Wissens erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. 2400 Isolate werden in drei Kulturräumen gehegt und gepflegt, um die Algenarten als Modellorganismen für wissenschaftliche Untersuchungen in aller Welt zur Verfügung stellen zu können, erklärt Kustodin Dr. Maike Lorenz den Besuchern.

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