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12:41 26.11.2018
Flug über dem Mars. Quelle: NASA/JPL-Caltech
Göttingen

Nach etwa siebenmontigem Flug soll die Landesonde InSight am Montag, 26. November, auf dem Mars landen auf. Die Landung werde nach Angaben des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen gegen 21 Uhr erwartet.

Live-Stream der Nasa

InSight soll unter anderem den inneren Aufbau des Mars erforschen. Das MPS hat Teile des Seismometers an Bord entwickelt. Die InSight-Landung verfolgen können Raumfahrtfans am Montag, 26. November, ab 19 Uhr im Auditorium des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen, Justus-von-Liebig-Weg 3.

Dr. Robert Lindner von der europäischen Weltraumagentur (ESA) gibt eine „Kurzanleitung für eine Landung auf dem Mars“.

Der Mars: Ziel der „InSight“-Mission. Quelle: AP

Erstmals seit 2012 will die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Montag (etwa 21.00 Uhr MEZ) einen Roboter auf dem Mars landen lassen. Nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise soll der im Mai gestartete Lander „InSight“ in der Ebene Elysium Planitia nördlich des Mars-Äquators auf dem roten Planeten aufsetzen. An Bord befinden sich wissenschaftliche Instrumente, mit denen die Forscher das Innere des Mars untersuchen wollen.

Extrem schwierige Missionen

Zuletzt hatte die Nasa 2012 den Rover „Curiosity“ erfolgreich auf den Mars gebracht. Landungen auf dem roten Planeten gelten als extrem schwierig – zur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren der Nasa zufolge erfolgreich.

Die NASA-Illustration zeigt den Landeanflug des Landers InSight auf die Mars-Oberfläche. Quelle: NASA/JPL-Caltech/AP

 

„InSight“ ist 360 Kilogramm schwer und hat seine siebenmonatige Reise zum Nachbarplaneten der Erde mit bis zu 10 000 Kilometern pro Stunde zurückgelegt. Nach dem Eintritt in die Mars-Atmosphäre soll das Flugobjekt mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm absinken. Die Forscher steuern den Roboter von einem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena aus.

„InSight“ verharrt am Landeplatz

Der geplante Landeplatz liegt in einer Region, die weitgehend eben und frei von größeren Steinen und Felsen ist. Bisherige Mars-Missionen haben das Gebiet noch nicht vom Boden aus erkundet. Der noch aktive Nasa-Rover „Curiosity“ befindet sich in einer Entfernung von 500 Kilometern – und ist damit noch am nächsten dran. Im Gegensatz zu ihm wird sich „InSight“ allerdings nicht bewegen, sondern am Landeplatz verharren.

Tom Hoffman, InSight Project Manager bei der NASA JPL. Quelle: NASA

 

Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten soll „InSight“ („Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport“) den Mars untersuchen und vor allem mehr über den Aufbau des Planeten und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen. Sobald der Lander sicher steht, beginnt im direkten Umfeld die Suche nach passenden Standorten für die mitgebrachten Messgeräte. Ein Roboterarm wird sie an die optimale Position heben.

Auch DLR an der Entwicklung beteiligt

Eines dieser Geräte ist ein in Deutschland entwickelter Marsmaulwurf, der sich in den Boden des Planeten hämmern soll. Der Roboter mit dem offiziellen Namen HP3 („Heat Flow and Physical Properties Package“) wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt. Das 40 Zentimeter lange, spitz zulaufende Gerät wird bis in fünf Meter Tiefe vordringen und dort den Wärmefluss messen.

Von Karola Hoffmann / mib / dpa

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