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Ausflüge „Eiszeitriesen – Mammuts in Nebra“
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14:24 29.03.2012
Von imposanter Größe: Mammutskelett. Quelle: Arche Nebra, E. Becher
Nebra

Originale Skelette von Mammut und Höhlenbär sowie „anschauliche lebensechte Rekonstruktionen“ von Mammut und Wollnashorn zeigen, welchen Herausforderungen sich die Eiszeitjäger stellen mussten. Auch Riesenhirsch und Moschusochse sind mit ausgewählten Funden vertreten.

Ein besonderes Exponat ist die nachgebildete Mumie eines Mammut-Babys, das vor einigen Jahren im sibirischen Permafrostboden gefunden wurde. Das Jungtier ist vor etwa 40 000 Jahren im Alter von wenigen Monaten im Schlamm erstickt, als seine Herde einen Fluss überquerte.
Exemplarische Stücke aus den Sammlungen des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt wie Faustkeile und Blattspitzen zeigen die handwerklichen Fähigkeiten des prähistorischen Menschen. Zudem wusste der Mensch Szenen aus seinem Leben und die zeitgenössischen Tiere in Form von Höhlenmalereien und Kleinplastiken detailreich und präzise darzustellen, so der Veranstalter. Ein Bär, ein Höhlenlöwe, ein Wildpferd sowie Mammutfiguren sind exemplarisch für das Kunstschaffen des eiszeitlichen Menschen als Nachbildungen in der Sonderschau zu sehen.

Kooperation mit Neanderthal Museum

Vom Eiszeitlagerplatz in Nebra stammen zudem drei stark stilisierte, 15 000 Jahre alte Frauenfigürchen aus Mammutelfenbein, die als Nachbildungen zu sehen sind. Die Venusstatuetten geben einen kleinen Einblick in die magisch-religiöse Vorstellungswelt der damaligen Menschen. Gezeigt wird die Sonderschau in Kooperation mit dem Neanderthal Museum in Mettmann, Troyka Moscow und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Landesmuseum für Vorgeschichte.

Zum Begleitprogramm der Ausstellung gehören unter anderem Vorträge, Familienaktionstage sowie Workshops (beispielsweise zum Bau einer Speerschleuder, Lederverarbeitung und Schmuckherstellung). Den Einführungsvortrag zur Sonderschau zum Thema „Klima und Umwelt zur Zeit des Neandertalers“ hält Olaf Jöris vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz am Mittwoch, 4. April, um 19.30 Uhr. Ein Familienaktionstag am Ostersonntag, 8. April, steht von 14 bis 18 Uhr unter dem Motto „Knochen oder Osterei?“ Um 17 Uhr startet eine lange Filmnacht „Ice Age, Teil 1 bis 3“.

Gezeigt wird die SonderpräsentationEiszeitriesenMammuts in Nebra“ bis zum 4. November. Geöffnet ist die Arche Nebra in Nebra-Kleinwangen, An der Steinklöbe 16, täglich von 10 bis 18 Uhr. An Wochenenden werden um 15.15 Uhr Führungen veranstaltet. Infos unter Telefon 03 44 61 / 25 52-20, himmelsscheibe-erleben.de.

kah/eb

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