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Aufmerksamkeit für Rasen und Teich

Eleganz und Exotik Aufmerksamkeit für Rasen und Teich

Immer mehr Rot- und Blautöne mischen sich unter die Blütenfarben im Garten. Mit einem Strauß aus Tränendem Herzen und Vergissmeinnicht kann man brillieren.

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Von Mai bis in den Juni ein schöner Anblick: Blütenrispe der Gartenstaude „Tränendes Herz“.

Quelle: Callauch

Sicher ist das bekannte Tränende Herz (Dicentra spectabilis) die bekannteste Art der Gattung, doch auch Dicentra eximia (Kleines Tränendes Herz) und D. canadensis (Kanadische Herzblume) sind einen Versuch wert.

Elegante Erscheinung und ein zarter Gelbton ist dem Hundszahn zu eigen, der in der Sorte „Pagode“ ostasiatische Exotik ins Blumenbeet bringt. Sie alle eignen sich prima im Halbschatten unter lichten Gehölzen und geben den Stab in der Blütenfolge passgenau an die nachrückenden Funkien und Rodgersien weiter, die uns in den Sommermonaten an gleicher Stelle erfreuen werden.

Die Vielfalt der im Mai blau blühenden Raublattgewächse kann effektvoll gesteigert werden mit dem Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna) und dem Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla), die sich hervorragend als pflegeleichtes Bodengrün in Sonn- und Schattenlagen eignen und darüber hinaus Jahr für Jahr unaufdringlich vermehren.

Eine lebendige Blumenwiese

Im Mai ist es höchste Zeit den Sommerflor um die attraktiven Knollen- und Zwiebelpflanzen mit ungenügender Winterhärte vorzubereiten. Zwischen die Rosen, neben den Johannisbeeren, in die Beete der abblühenden Narzissen und Tulpen werden jetzt Dahlien, Gladiolen, Sterngladiolen (Acidanthera) und Nerine (Nerine bowdenii) gelegt. Sie füllen die Lücken und sind zuverlässige Sommerblüher.

Jetzt beginnt die Zeit des achtsamen Rasenmähens. Überall wo Krokusse, Osterglocken oder Schneeglöckchen noch ihre grünen Blätter zeigen, lässt man das Grün ungeschoren, sonst ist ein Ausbleiben der blühenden Frühlingsblüher im nächsten Frühling die Folge. Damit diese wieder reichlich blühen brauchen sie ihre grünen Blätter, die erst später im Juni beim vergilben abgemäht werden.

Die Regeneration der unterirdischen Speicherorgane unterstützen wir mit einer Gabe Dünger zwischen die abgeblühten Frühlingsblüher. Sicher wird man auf diese Weise keinen grünen Teppich im Stil eines Golfrasens erreichen, dafür hat man aber eine lebendige Blumenwiese, in die nach und nach Vergissmeinnicht, Wiesenschaumkraut, Hahnenfuß, Günsel und Gundermann einwandern und ein buntes Bild bieten.

Jetzt ist die Zeit Pumpen und Wasserspiele wieder in Gang zu setzen, denn die Fröste sind vorbei. Auf dem Gartenteich schwimmen vielleicht noch dichte Algenmatten und werden regelmäßig mit dem Kescher oder der Harke abgefischt. Dabei muss man mitgefangene Molche und Libellenlarven heraussortieren, die sonst mühsam zurückkriechen müssten.

Zeit der Abendspaziergänge im Garten

Teichmolche sind eine optische und biologische Bereicherung des Gartens und senken die Schneckenplage, indem sie deren Eier fressen.

Die Bewegung des Wassers durch eingesetzte Pumpen und die Bepflanzung des Ufers und eingesetzter Pflanzkübel mit Sumpfschwertlilien, Sibirischen Schwertlilien, Gilb- und Blutweidericharten sorgt bei fortschreitender Vegetationsperiode für ausgeglichene Nährstoffbedingungen im Teich, so dass die normale Frühlingsalgenblüte rasch zurückgeht.

Besonders die weißen und rosafarbenen Seerosen nehmen Nährstoffe im Wasser auf und tragen zur Reinigung bei. Da sie zum Wuchern neigen, sollten wir sie stets in großen, versenkten Pflanzkübeln kultivieren.

Mit dem Mai beginnt die Zeit der Abendspaziergänge im Garten. Von Tag zu Tag gibt es Neues zu entdecken, während das eine vergeht macht sich das andere bereit aufzublühen. Auge und Herz erfreuen sich an der wiedererwachten Schöpfung und der Mensch darf sich wie zu Urzeiten wieder eins fühlen mit der schönen Natur.

Von Rolf Callauch

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