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19-jähriger Niedersachse inszeniert eigenen Badetod

Mecklenburg-Vorpommern 19-jähriger Niedersachse inszeniert eigenen Badetod

Mehr als vier Tage lang wurde ein 19-jähriger Urlauber aus Niedersachsen in Mecklenburg-Vorpommern vermisst. Die Polizei ging von einem Unglücksfall aus: Eine handschriftliche Notiz lag neben Kleidung und Dokumenten in einem Strandkorb am Ostsee-Strand der Wohlenberger Wiek. Nun ist der Vermisste wieder aufgetaucht – lebendig.

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Quelle: dpa/Archiv

Grevesmühlen. Die aufwendige Suchaktion ist vorbei: Der 19-jährige Urlauber aus Bad Münder (Niedersachsen), der seit Sonnabend als verschwunden galt, ist wieder da. Wie die Ermittlungen ergeben haben, hatte der Vermisste selbst den Unglücksfall nur vorgetäuscht, berichtet die Ostsee-Zeitung. Offenbar hielt er sich während der letzten Tage in Dänemark auf. Nun tauchte er plötzlich in Schleswig-Holstein wieder auf. 

Was war geschehen? Ein Spaziergänger hatte am Sonnabendmorgen am Ostsee-Strand der Wohlenberger Wiek im Westen von Mecklenburg-Vorpommern Kleidung und Ausweisdokumente des 19-Jährigen in einem Strandkorb gefunden, der sich nach Informationen der HAZ auf einer Jugendfreizeit in Grevesmühlen befand. Zudem hinterließ der Gesuchte ein handschriftlich verfasstes Schriftstück, "welches das sofortige Handeln der Polizei in diesem großen Rahmen notwendig machte", teilten die Beamten in Wismar mit. Daraufhin ging die Polizei von einem Unglücksfall aus.

Mehr als vier Tage lang wurde unter Hochdruck nach dem 19-Jährigen gesucht. An dem anschließenden Großeinsatz waren ein Polizeihubschrauber, Boote der Wasserschutzpolizei, ein Fährtenhund sowie zahlreiche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Polizei beteiligt. Doch von dem Gesuchten fehlte jede Spur. 

Urlauber setzt sich nach Dänemark ab

Der 19-Jährige hatte sich noch am Sonnabend mit seinem Auto auf den Weg nach Dänemark gemacht, wie die Ermittlungen ergaben. Dort hielt er sich bis Dienstag auf. Am Mittwoch wurde der vermeintlich Vermisste dann auf einem Parkplatz in der Nähe von Schleswig an der A7 erkannt.

Warum der junge Mann aus Niedersachsen den Unglücksfall inszenierte, ist bislang nicht bekannt. Der Fall wird für ihn wohl nicht ohne Folgen bleiben: Die Polizei prüft die rechtlichen Möglichkeiten, den 19-Jährigen für den Großeinsatz haftbar zu machen.

heid/ewo/ube

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