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Der Norden Einbeck zeigt die Geschichte der Elektroautos
Nachrichten Der Norden Einbeck zeigt die Geschichte der Elektroautos
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00:35 21.04.2018
Das letzte E-Auto seiner Zeit: Dieser Detroit Electric von 1915 fuhr in New York. Quelle: Foto: Kornhaus/Spieker Fotografie
Einbeck

Derzeit steht, wenn man sich die Nachrichten aus der Autoindustrie anschaut, die ganze Branche unter Strom. E-Autos – das klingt nach neu, nach morgen, nach Zukunft. Aber Elektrofahrzeuge gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts. Das kann man sich im PS-Speicher in Einbeck im Kreis Northeim anschauen.

Das Ausstellungszentrum hat sich allem verschrieben, was Räder und Motor hat. Derzeit ist im PS-Speicher eine Sonderausstellung zu 130 Jahren Elektromobilität zu sehen: 33 Exponate, Zweiräder, Dreiräder, Vierräder, alle ohne Auspuff. 1888 ging’s in Deutschland damit los. Zugegeben: Damals hatten die Engländer auch schon ein Elektroauto, ein Dreirad. Aber dann kam in Deutschland der Flocken-Elektrowagen auf die Straße. Das hatte nichts mit Schnee zu tun, sondern mit der  Maschinenfabrik A. Flocken in Coburg, die 1888 eine Kutsche mit Batterie herstellte. Der Saft kam aus einem Bleiakku. Die Kutsche wog 450 Kilo – die Batterie machte allein ein Viertel davon aus. 

Schon damals waren die geringen Reichweiten, die schweren Akkus und die langen Standzeiten zum Aufladen der Batterien ein Thema. Und als 1912 der elektrische Motorstarter serienreif wurde und man einen Benzinantrieb nicht mehr schweißtreibend mit der Kurbel anwerfen musste, sondern das bequem per Knopfdruck tun konnte, war das nicht nur der Anfang vom Ende der Pferdefuhrwerke, sondern auch der Elektroautos. Jedenfalls der Anfang vom vorläufigen Ende. Ein Detroit Electric aus dem Jahr 1915, der in Einbeck zu sehen ist, steht für den seinerzeit vorerst letzten E-Pkw. Er wurde aber noch bis in die Siebzigerjahre als Alltagsfahrzeug genutzt, von einer New Yorker Lady.

Elektrowagen wurden vereinzelt aber noch als Nutzfahrzeuge eingesetzt, wie die Schau zeigt. Zu bewundern ist im PS-Speicher etwa ein Hansa-Lloyd-Lkw von 1923, ein Brot-Lieferwagen der Wittler-Brotfabrik in Berlin. Auch Elektro-Motorräder, Elektro-Roller und E-Fahrräder sind zu sehen – die Ausstellung schlägt den Bogen bis heute. Sie läuft voraussichtlich bis Ende 2018.

Von Bert Strebe

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